Die Zukunft selbst gestalten

Bücher:

Heft 3/2018

Da ist der Geschäftsführer einer Tankstellenkette, dem plötzlich schwant, dass es in 20 Jahren vielleicht kaum noch Bedarf an herkömmlichen Zapfsäulen gibt. Wenn er mit seinen Bereichsleitern über die Zukunft spricht, denken die aber vor allem an ihren Ruhestand. Wie kann er trotzdem die wichtigsten Mobilitätstrends erkennen und in neue Geschäftsmodelle umsetzen? Dieses fiktive Beispiel und drei weitere Szenarien ziehen sich durch das neue Buch von Harry Gatterer, der seit dem vergangenen Jahr alleiniger Geschäftsführer des Zukunftsinstituts ist. 2017 hatte sich Matthias Horx aus dem operativen Geschäft des Trendforschungsunternehmens zurückgezogen.

Am Anfang von Gatterers "Selbstdiagnose- und Forecastbuch" steht die - durchaus selbstkritische - Erkenntnis, dass die Fülle an Trendbegriffen wie Digitalisierung, KI, agile Organisationen oder autonomes Fahren viele Führungskräfte überfordert. Sie suchen Orientierung, haben aber keinen Plan, welche Entwicklungen für ihr Unternehmen relevant werden könnten. Hier setzt Gatterer mit seinem Konzept "Future Room" an, das er an die vier räumlichen Dimensionen der Wahrnehmung anlehnt. Das wirkt mitunter unnötig sperrig, aber wer sich durch den theoretischen Überbau gearbeitet hat, wird mit einem extrem nutzwertigen Praxisteil belohnt: Leser entwickeln mit dem Buch ihre Vorstellungen von der Zukunft, lernen, unerwartete Ereignisse zu bedenken, entdecken ihre blinden Flecken und entwerfen ein "Big Picture" für ihr Unternehmen. Ein Buch für Führungskräfte, die verstanden haben, dass sie die Zukunft nicht erdulden müssen, sondern selbst gestalten können.


Harry Gatterer

Future Room: Entdecken Sie die Zukunft Ihres Unternehmens




Zur Autorin
Britta Domke ist leitende Redakteurin des Harvard Business Managers.
Artikel
© Harvard Business Manager 3/2018
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