Dem Internet gehört die Zukunft, prophezeien die einen; online lässt sich kaum Geld verdienen, klagen die anderen. Die Digitalisierung ist das alles beherrschende Wirtschaftsthema. Und dennoch: Wenn es darum geht, harte Zahlen zu nennen, gibt es kaum valide Daten. Die Berater der US-amerikanischen Boston Consulting Group (BCG) wollten es genauer wissen und haben in diesem Frühjahr eine digitale Bestandsaufnahme der 20 größten Volkswirtschaften der Welt durchgeführt.
Nicht jeder Vergleich ist für Deutschland schmeichelhaft: In vielen anderen Ländern ist die digitale Branche gewichtiger. Der Anteil der deutschen Internetwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt liegt mit derzeit 3 Prozent (2010) noch unter dem Durchschnitt aller G-20-Länder (4,1 Prozent). Die deutschen Verbraucher kümmern solche Werte wenig, sie würden auf vieles verzichten, nicht aber auf das tägliche Surfen. Rund 56 Milliarden US-Dollar wurden 2010 in Deutschland bereits durch Online-Konsum erwirtschaftet, im Jahr 2016 werden es 95 Milliarden sein - was einer Steigerung von mehr als 61 Prozent entspricht.
Quelle: The Boston Consulting Group, "The Internet Economy in the G-20"