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Heft 7/2012: Der große Sprung | 07.11.2012

Leseprobe

Führung ist Konversation

Von Boris Groysberg und Michael Slind

Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, nicht zu ihnen! Diese simple Botschaft steht für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung: Erfolgreiche Manager kommunizieren mit ihren Mitarbeitern nicht mehr von oben nach unten, sondern auf Augenhöhe. Das stärkt Engagement, Bindung und letztlich die Kreativität im Unternehmen.

Der Managementansatz von Befehl und Kontrolle ("Command and Control") hat sich in den vergangenen Jahren als immer weniger praktikabel erwiesen. Globalisierung, neue Technologien, veränderte Wertschöpfungsprozesse und neue Formen der Kommunikation mit den Kunden haben die Effizienz eines rein befehlsgeprägten Top-down-Führungsmodells erheblich verringert.

6 Fotos Kommunikation: Neue Trends in der Führungskommunikation

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Was aber kann das alte Modell in Zukunft ersetzen? Die Antwort auf diese Frage liegt - zumindest teilweise - in der Art, wie Führungskräfte die Kommunikation in ihrem Unternehmen steuern, wie sie also mit dem Informationsfluss an ihre Mitarbeiter, von ihren Mitarbeitern und zwischen den Mitarbeitern umgehen. Die traditionelle Unternehmenskommunikation wird einem dynamischeren, anspruchsvolleren Prozess weichen müssen. Dieser Prozess zeichnet sich in erster Linie durch Dialog aus.

Zu diesem Schluss sind wir durch unser aktuelles Forschungsprojekt gekommen, das sich auf die Lage der Unternehmenskommunikation im 21. Jahrhundert konzentriert. Mehr als zwei Jahre lang interviewten wir Kommunikationsprofis und Topführungskräfte aus ganz unterschiedlichen Unternehmen - große und kleine, namhafte Konzerne und Start-ups, gewinn - orientierte und gemeinnützige, US-amerikanische und internationale. Bis heute haben wir fast 150 Menschen aus mehr als 100 Unternehmen befragt. Die Teilnehmer unserer Studie berichteten implizit wie explizit von ihren Bemühungen, mit ihren Mitarbeitern Gespräche zu führen oder die Gesprächskultur in ihren Unternehmen voranzutreiben. Die Erkenntnisse und Beispiele aus dieser Untersuchung haben uns geholfen ein Führungsmodell zu entwickeln, das wir "Unternehmenskonversation" nennen.

"Eni S. p. A.": Fotografie von Jacqueline Hassink, 2010

"Eni S. p. A.": Fotografie von Jacqueline Hassink, 2010

© Jacqueline Hassink
Erfolgreiche Führungskräfte kommunizieren heute, so haben wir herausgefunden, mit ihren Mitarbeitern auf eine Art, die eher an ein normales Gespräch zwischen zwei Menschen als an die Anweisungen eines Vorgesetzten erinnert. Außerdem initiieren sie neue Verhaltensweisen und fördern kulturelle Normen, die das ganze Unternehmen für Fragen der Gesprächsführung sensibilisieren. Der größte Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass er einem großen oder wachsenden Unternehmen erlaubt, wie ein kleines zu funktionieren. Indem Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern sprechen und ihnen nicht einfach Befehle erteilen, können sie in ihrem Unternehmen einige Vorteile aufrechterhalten oder neu beleben, dank deren Start-ups ihre etablierten Konkurrenten überflügeln. Dazu gehören operative Flexibilität, ein hohes Maß an Mitarbeiterengagement und eine straffe strategische Ausrichtung.

Bei der Entwicklung unseres Modells haben wir vier Elemente der Unternehmenskonversation identifiziert, die die wichtigsten Eigenschaften zwischenmenschlicher Kommunikation widerspiegeln: Vertrautheit, Interaktivität, Einbeziehung und Zielsetzung. Führungskräfte, die ihr Unternehmen mithilfe konversationsorientierter Methoden stärken wollen, müssen nicht zwingend alle vier Merkmale erfüllen. Wir haben in unserer Studie jedoch entdeckt, dass diese Eigenschaften sich in der Regel gegenseitig verstärken und sich letztlich zu einem einheitlichen Prozess verbinden.

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08.11.2012 von Unregistriert: Richtig !

Das mache ich schon immer so weil ich es nicht nötig habe mich zu überhöhen und ich bin fest überzeugt davon, daß dies die einzig richtige Art ist, mit seinen Mitarbeitern zu kommunizieren. Trotzdem muß man aber auf allen Tasten vom Klavier spielen können, also auch den autoritären Weg beherrschen, denn nicht jeder Mitarbeiter kommt damit klar, wie ein Gleichberechtigter behandelt zu werden. Im Gegenteil: manch Einer interpretiert Schwäche hinein und [...] mehr...

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