Shared Value?

Was ist ...:

Von Michael E. Porter und Mark R. Kramer
Heft 2/2011

Das Konzept des Shared Value beinhaltet Richtlinien und Praktiken, die die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens erhöhen und zugleich die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Gemeinschaft verbessern, in der es tätig ist. Dabei konzentriert man sich darauf, die Verbindungen zwischen gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Fortschritt zu identifizieren und zu stärken.

Das Konzept basiert auf der Annahme, dass sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Fragen gestellt werden sollten, wenn es um Werte geht. Ein Wert ist dabei der erzielte Vorteil im Verhältnis zu den Kosten. Die Schaffung von Wert ist als Konzept in der Wirtschaft gut etabliert - Gewinne sind die von Kunden eingenommenen Umsätze abzüglich der Kosten. Gesellschaftliche Fragen aber werden von Unternehmen bislang nur selten aus einer solchen Wertsicht analysiert, was die Verbindung zwischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritten verdeckt.

Im sozialen Sektor ist das Denken in Wertkategorien noch seltener. Wohltätige Organisationen und Regierungen messen Erfolg oft nur an den erreichten Ergebnissen oder den investierten Mitteln. Wenn sie auf ein Wertdenken umsteigen, werden sie deutlich mehr Interesse an Zusammenarbeit mit der Wirtschaft entwickeln.

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© Harvard Business Manager 2/2011
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