RSS Freitag, 10. Februar 2012
Text minus plus
Heft 12/2009: Das grüne Unternehmen | 17.02.2010

Auf einen Blick

Welche Ökobegriffe Sie kennen sollten

Von Britta Domke

Vom Radical Greening über den ökologischen Fußabdruck bis zum Blauen Engel: Wir erklären die wichtigsten Schlagwörter, nach Kategorien sortiert

Management

Was Umweltaktivisten freut, gilt den Beratern von Ernst & Young (E&Y) als eines der größten strategischen Risiken im Management: Radical Greening nennt sich die Entwicklung hin zu einer Wirtschaft, in der sich ökologische Standards laufend verschärfen. Innerhalb eines Jahres ist der Begriff von Platz neun im E&Y-Risikoranking auf Platz vier geklettert.

Doch nicht alle Unternehmen sehen im ökologischen Umbau ein Risiko, sondern setzen bewusst auf die Vorreiterrolle - so wie der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart, der seine Zulieferer verpflichtet hat, Kohlendioxidemissionen und Wasserverbrauch ihrer Produkte zu dokumentieren.

So weit sind die meisten deutschen Unternehmen noch nicht. Jedoch entwickeln sich Nachhaltigkeitsberichte, die auch Ressourceneffizienz und Umweltschutz thematisieren, zum Standard für Konzerne. 64 Prozent der 150 größten deutschen Unternehmen haben 2009 einen Bericht vorgelegt.

Der neue
Harvard Business Manager

 

Neue Werte für das Management

Was die erfolgreichsten Unternehmen der Welt anders machen

Inhalt
Unterstützung für Firmen bietet Ökoprofit, ein Kooperationsprojekt von Kommunen und lokaler Wirtschaft. Es hilft Betrieben beim Umweltmanagement und bereitet sie auf eine Zertifizierung vor. Im Schnitt sparen Unternehmen so 30 000 Euro im Jahr.


Produkte

Wann verschwenden Handys den meisten Strom? Wenn ihr Akku voll ist, sie aber noch an der Ladestation hängen. Solche Erkenntnisse gewinnen Manager, wenn sie für ihre Produkte eine Ökobilanz erstellen, also berechnen, wie Produktion und Nutzung auf die Umwelt wirken.

Im Gegensatz dazu bezeichnet der ökologische Fußabdruck die Fläche, die notwendig ist, um die Ressourcen für ein Produkt (oder eine Person) bereitzustellen. Fußabdrücke lassen sich auch für einzelne Formen der Umweltbelastung berechnen. Ein deutsches Pilotprojekt, das Konsumgütern ein Etikett mit ihrem CO2-Fußabdruck verpassen sollte, blieb 2008 aber ohne konkrete Auswirkungen.

Eine radikalere Strategie verfolgt das Cradle-to-Cradle-Konzept (Cradle = Wiege), auch Ökoeffektivität genannt. Es will die Umweltbelastung eines Produkts nicht nur minimieren, sondern im Idealfall gar keine Belastung entstehen lassen, weil alles ins Recycling geht. Dadurch sollen letztlich weder Müll noch Schadstoffe in Wasser, Luft und Boden anfallen. Bisher sind rund 600 Produkte in Deutschland mit dieser Kreislaufmethode hergestellt worden; auch Unternehmen wie BASF, Trigema und Nike arbeiten damit.

Blättern: Teil 1 / 3

Debattieren Sie mit

Forum

Twitter

Facebook

Xing

HBM-Editionen

Das Beste aus dem Harvard Business Manager
zu einem Thema



Nach oben