Von Britta Domke
3. Teil: Ressourcen und Ökosiegel
Ressourcen
Wer in seinem Unternehmen nach Einsparmöglichkeiten sucht, sollte seinen Ressourcenverbrauch überprüfen. Materialkosten machen 42 Prozent der Kosten im produzierenden Gewer- be aus, Personalkosten nur 19 Prozent. Eine höhere Materialeffizienz - also eine Produktion, die weniger Material verbraucht - birgt daher enormes Sparpotenzial. So sparten 250 von der Deutschen Materialeffizienzagentur betreute Firmen durch Änderungen an Material, Produktionsprozess oder Verpackung im Schnitt Kosten von 2,5 Prozent des Umsatzes.
Weniger Sparpotenzial bietet der schonende Umgang mit den Ressourcen Wasser, Boden und Luft. Bislang müssen Betriebe die volkswirtschaftlichen Kosten der Verschmutzung nur zum Teil tragen. Der Emissionsrechtehandel ist ein Versuch, diese Kosten den Verursachern aufzuerlegen.
Ökosiegel
Mit einer unübersehbaren Fülle von Umweltzeichen buhlen Unternehmen um die Gunst der Verbraucher. Ökosiegel gibt es für fast alle Wirtschaftsbereiche, von Landbau über Tourismus bis Geldanlagen. Gern werfen sich die Zertifikateanbieter dabei gegenseitig mangelnde Qualität vor.
Wer seinen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in puncto Umwelt zertifizieren lassen will, landet bei der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 oder ihrer strengeren europäischen Schwester EMAS. In Deutschland sind mehr als 4000 Unternehmen nach ISO 14001 zertifiziert.
Oft diskutiert, aber noch nicht eingeführt: ein Klimalabel für Produkte mit geringen CO2-Emissionen, ähnlich dem 2007 in Großbritannien gestarteten Carbon Reduction Label.
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