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Heft 11/2009: Peter Drucker | 27.10.2009

Was ist ...

Crowdsourcing?

Von Lothar Kuhn

Nicht nur US-Konzerne wie Cisco oder IBM nutzen das Know-how von Menschen außerhalb ihrer Organisationen, auch europäische Firmen wie der Einzelhändler Tchibo oder der Schmuckhersteller Swarovski setzen auf Crowdsourcing.

Sie lassen Kunden, Kreative oder schlicht jedermann bei der Produktentwicklung mitarbeiten. Tchibo etwa hat eine Internetplattform eingerichtet, auf der Interessierte Ideen für Alltagsprodukte vorschlagen können; die ersten sind bereits im Handel. Erfolgreiche Erfinder erhalten ein Preisgeld und werden auf dem Produkt genannt.

Der Journalist Jeff Howe nimmt für sich in Anspruch, den Begriff "Crowdsourcing" 2006 in einem Artikel für das US-Magazin "Wired" geprägt zu haben. Mittlerweile hat er ein Buch zum Thema veröffentlicht und betreibt einen Blog ( www.crowdsourcing.com). Seine These: Die Open-Source-Prinzipien - Programmierer schaffen online kostenlose Software wie Linux - lassen sich auch auf andere Bereiche und auf Laien übertragen. Daher der Begriff "crowd", auf Deutsch: Menschenmenge. Vom traditionellen Outsourcing unterscheidet sich das Konzept, weil ein Unternehmen Aufträge nicht an Zulieferer vergibt, sondern sich an die Öffentlichkeit wendet.

So verlockend es sein mag, die Weisheit der Vielen anzuzapfen, Crowdsourcing, das Firmen meist in Form von Ideenwettbewerben organisieren, ist kein Selbstläufer (siehe das Beispiel Cisco in Crowdsourcing: Wie Cisco die Weisheit der Vielen nutzt). Was Manager dabei beachten sollten, hat kürzlich der Experte Johann Füller im Harvard Business Manager beschrieben (siehe Innovationen: Anleitung zum Kreativsein).

Alle Beiträge unserer Reihe "Was ist ..." finden Sie unter: http://www.harvardbusinessmanager.de/extra/wasist

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