Von Anthony L. Komaroff
Es ist sinnvoll, wenn Unternehmen ihre Toptalente schützen. Die Leistungsträger finden oft nicht genügend Zeit, sich mit ihrer Gesundheit zu beschäftigen. Hier kommen speziell auf die Bedürfnisse von Führungskräften zugeschnittene Screenings ins Spiel. Diese ein oder zwei Tage dauernden Untersuchungen dienen der Prävention, fügen sich in volle Managerterminpläne ein und fördern langfristig das Wohlbefinden und die Produktivität der wichtigsten Leistungsträger im Unternehmen.
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Es gibt nur sehr wenige Screenings, die Krankheiten entdecken, bevor sie zum Problem werden. Eine unabhängige Kommission von Hausärzten und Präventionsexperten in den USA (US Preventive Services Task Force) prüft Initiativen der Gesundheitsförderung.
Die Kommission empfiehlt, nur einige wenige Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen, diese aber regelmäßig, am besten jährlich. Dazu gehören Checks in Bezug auf wenig gesundheitsförderliche Verhaltensweisen wie zum Beispiel Rauchen, Alkoholkonsum, schlechte Ernährung und ein Mangel an Bewegung. Regelmäßiges Wiegen, Blutdruckmessen und Cholesterintests sind sinnvoll. Finden die Ärzte ein Problem, können sie dem Patienten vorbeugende Maßnahmen verordnen. Die Kommission unterstützt zum Beispiel niedrige Dosen Aspirin für Erwachsene, die ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen haben. Oder Medikamente, die die Wirkung von Östrogenen neutralisieren, für Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken.
Weitere Verfahren empfehlen die Experten nicht, auch wenn diese häufig zu den präventionsmedizinischen Katalogen für Führungskräfte gehören. Zum Beispiel CTs des ganzen Körpers und der Koronararterien. Es gibt sogar führende wissenschaftliche und medizinische Organisationen, die davor warnen, diese Scans als Methode zu nutzen, um Krankheiten zu erkennen. Im ersten Moment denken Sie sicher, dass eine Technik, die eine tief im Körper schlummernde Krankheit aufspürt, ohne dem Patienten ein Haar zu krümmen, auf jeden Fall gut ist. Dennoch: Die Scans kosten viel Geld und ihr Nutzen ist nicht erwiesen. Die meisten Krankenversicherungen (das gilt auch für die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland - Anm. d. Red.) würden sie in einem präventivmedizinischen Kontext nicht bezahlen.
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