Als Thomas Edison 1889 die Edison General Electric Company gründete und der Welt die Elektrizität brachte, hatte das wenige Jahrzehnte später gravierende Folgen: Für die Wirtschaft, in der Innovationen wie das Fließband und die Massenfertigung durch das neue Stromnetz erst richtig lukrativ wurden. Aber auch für Gesellschaft und Kultur, denn durch mehr qualifizierte Jobs in der jungen, rasch wachsenden Industrie entstand zum Beispiel die Mittelschicht, wie wir sie heute kennen.
Der US-Bestsellerautor Nicholas Carr ("Does IT matter?") vergleicht die Ära Edison mit der Internet-Ära und der Versorgung der Menschheit mit Rechenleistung und Information. Die Folgen der weltweiten Computerei malt Carr allerdings in düsteren Farben. Er beschreibt sich bereits heute abzeichnende Trends: Viele Unternehmen werden durch die neue Technik radikal effizienter - und kommen mit viel weniger Mitarbeitern aus. Die Mittelschicht schrumpft, und auch die kulturelle Vielfalt nimmt ab.
Sicher lässt sich darüber streiten, ob all diese Trends dem Internet zuzuschreiben sind. Doch Carr belegt seine These ausführlich und nüchtern, was das Buch sehr lesenswert macht.
Trends im Management, spannende Ideen oder kontroverse Diskussionen - exklusiv auf HBM Online