Entrepreneure?

Heft 8/2009

2. Teil: Drei Dinge treiben den Entrepreneur an

Erstens: Die Motive des Entrepreneurs sind "egoistisch gefärbt - auch in der Bedeutung von gesteigertem Egoismus, Rücksichtslosigkeit". Er legt keinen Wert auf Tradition und Beziehungen und ist der Hebel, der Bindungen durchbricht.

Zweitens: "Der Traum und der Wille, ein eigenes privates Reich zu gründen", treibt Entrepreneure an. Damit einher gehen Risikofreude, der Spaß am Kämpfen und Konkurrieren. Der Entrepreneur betrachtet "wirtschaftliches Handeln als Sport". Dahinter verbirgt sich das Streben nach Macht und das Bedürfnis, die eigenen snobistischen Tendenzen zu bedienen.

Drittens: Entrepreneure besitzen einen enormen Kraftüberschuss. Diesen verwandeln sie in "Freude am Gestalten", wo andere sich mühsam durch ihren Arbeitsalltag schleppen. Schumpeters Fazit: Entrepreneure sind dafür verantwortlich, dass sich die Wirtschaftsstruktur unaufhörlich von innen heraus revolutioniert, alte Strukturen zerstört und neue schafft, "schöpferische Zerstörung" eben.

Merger-Hazardeure wie bei Schaeffler oder DaimlerChrysler oder Immobilienspekulanten, etwa die der Hypo Real Estate, sind von dieser Beschreibung nicht wirklich ausgenommen.

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