Kampf den schlechten Fetten

Gesundheitscoaching:

Von Achim Weizel
Heft 8/2009

Über die schädigende Wirkung des Rauchens wissen die meisten Menschen Bescheid. Auch darüber, dass Normalgewicht besser ist als Übergewicht, dass körperliche Aktivität die Gesundheit mehr fördert als eine Existenz als Meeting Potato. Wie aber sollten leistungsfähige Menschen sich verhalten, um das Risiko von Folgekrankheiten durch zu hohe Cholesterinwerte zu minimieren?

Qual der Wahl: Fettes oder doch Gesundes?
Maren Amini

Qual der Wahl: Fettes oder doch Gesundes?

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Cholesterin sind heute gesichert und dennoch vielen unbekannt. So paradox es klingt: Ohne Cholesterin können wir nicht leben.

Der fettähnliche Stoff ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, also der Hülle, die alle unsere Körperzellen umgibt. Aus Cholesterin entstehen lebenswichtige Hormone, wie die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron, Vitamin D und Gallensäuren. Letztere sind wichtig für unsere Verdauung. Der Körper stellt Cholesterin selbst in der Leber her - und das in ausreichender Menge. Zusätzlich nehmen wir den Stoff über die Nahrung auf, zusammen mit tierischen Fetten aus Fleisch, Wurst und Milchprodukten.

Cholesterin schädigt die Gefäße nur, wenn es in zu hoher Konzentration im Blut vorliegt. Wir unterscheiden zwischen schlechtem Cholesterin (LDL: low density lipoprotein) und gutem (HDL: high density lipoprotein). Eine hohe LDL-Konzentration erhöht, eine hohe HDL-Konzentration verringert das Risiko eines Herzinfarkts. HDL wird als gutes Cholesterin bezeichnet, weil es Cholesterin wieder aus dem Gewebe herauslösen kann.

Entscheidend für das Risiko ist das schlechte Cholesterin, da dieses sich in den Herzkranzgefässen ablagern kann, wenn die Konzentration zu hoch ist. Im ungünstigsten Fall verengt sich das Gefäß. Das Herz kann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Der Herzmuskel schmerzt vor allem unter Belastung, der Betroffene leidet unter Angina pectoris. Ist das Herzkranzgefäß so sehr verengt, dass kein Blut mehr fließt, ist ein Herzinfarkt eingetreten (400.000 Fälle jedes Jahr in Deutschland).

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