Von Britta Domke
"Employability" - wörtlich: Beschäftigungsfähigkeit - nennt sich das Konzept, mit dem die lebenslange Arbeitsmarktfitness von Mitarbeitern gestärkt werden soll.
Damit ist klar: Employability lässt sich nicht allein durch fachliche Weiterbildung erhalten. Viel wichtiger als der erlernte Beruf sind soziale Schlüsselkompetenzen und die richtige, das heißt eine quasi unternehmerische Einstellung zum Arbeitsmarkt. Der Arbeitnehmer der Zukunft zeigt sich team- und kommunikationsfähig, er übernimmt Verantwortung für sich selbst, ergreift die Initiative, ist flexibel und offen für Neues, lernt permanent dazu und denkt über sich und seine Beschäftigungsfähigkeit nach.
"Ein Viertel bis ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland sind employable, also fachlich gut, veränderungs- und lernbereit."
Employability Management, also die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern, gilt als der derzeit wichtigste Trend im Personalwesen. Bislang treten aber vor allem Konzerne wie Lufthansa
und Microsoft
mit Employability-Programmen an die Öffentlichkeit. 2007 gewann die Deutsche Bank
für ihr Programm "In eigener Sache" den Weiterbildungs-Award - zwei Jahre nachdem der Konzern mit dem Abbau von 6000 Arbeitsplätzen Schlagzeilen gemacht hatte.
Jenseits der Vorzeigeunternehmen ist Arbeitsmarktfitness aber meist kein Gemeinschaftsprojekt, sondern Privatsache der Arbeitnehmer. So boten 2005 laut Statistischem Bundesamt gerade mal 70 Prozent der Firmen ihren Mitarbeitern Weiterbildung an. Und weniger als 20 Prozent verfügen nach einer Studie des Münchener Fortbildungsanbieters Tria IT-Training über eine Qualifizierungsplanung, die sich an der Personalentwicklung orientiert. Von lebenslangem Lernen kann in vielen Betrieben also noch keine Rede sein.
Informationen zum Thema bietet die Internetseite des Instituts für Beschäftigung und Employability an der FH Ludwigshafen: http://web.fh-ludwigshafen.de/ibe
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