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Heft 7/2007: Wachstum mit Gewinn | 08.06.2009

Was ist ...

Managerismus?

Von Lothar Kuhn

Größenwahn bei Daimler, enorm steigende Gehälter zahlreicher Dax-Vorstände, lascher Umgang mit Gesetzen bei Volkswagen und Siemens - die Negativschlagzeilen über deutsche Konzerne scheinen kein Ende zu nehmen. Jetzt wollen die erfahrenen Führungskräfte und Business-Angels Manfred Hoefle, Hans Marquart und Reinhardt Schnopp für das Fehlverhalten ihrer Kaste einen Begriff prägen: Managerismus.

Ihr Ziel: frischen Wind in die Diskussion um eine bessere Unternehmensführung zu bringen. Ganz bewusst setzen sie dabei auf die sprachliche Verwandtschaft des Begriffs Managerismus zu anderen -ismen wie Kommunismus und Sozialismus.

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Ähnlich wie in den Staaten des ehemaligen Ostblocks herrschen für sie in vielen Konzernen planwirtschaftliche Zustände. Verursacher seien kontrollverliebte Manager mit einem Hang zu komplizierten Systemen, Methoden und Instrumenten, die nur noch ein distanziertes Verhältnis zu Menschen, Gemeinschaft und Werten haben.

Hoefle, Marquart und Schnopp, die lange für Siemens gearbeitet haben, geißeln noch weitere Missstände, etwa die vorschnelle Verlagerung von Konzernteilen in Billiglohnländer oder eine schlechte Unternehmensaufsicht durch Interessenkonflikte zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Sie kritisieren aber nicht nur, sondern schlagen auch Maßnahmen für mehr Unternehmergeist und Agilität in den Konzernen vor. So plädieren sie etwa für die Abschaffung starrer Budgets. Weitere Informationen finden Sie unter: www.managerismus.com.


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