RSS Samstag, 4. Februar 2012
Text minus plus
Heft 6/2008: Change-Management | 14.06.2010

Oliver Kahn

Die Philosophie der Nummer eins

Von Heike Bruch und Bernd Vogel

Oliver Kahn war einer der erfolgreichsten deutschen Torhüter: in Serie deutscher Meister mit dem FC Bayern München, Vize-Weltmeister und dreimal Welttorhüter. Von Kahn können Führungskräfte lernen, wie man über eine lange Zeit immer wieder Höchstleistungen vollbringt.

Höchstleister geben mit Leidenschaft und Disziplin alles, um ein Ziel zu erreichen, und reißen dabei andere mit. Allerdings sind diese Personen häufig nicht die einfachsten Vorgesetzten, Kollegen oder Mitarbeiter. Sie haben oft Ecken und Kanten oder sind gar Diven, mit denen der Umgang nicht immer bequem oder konfliktfrei ist. Die Führung von Höchstleistern ist schwierig, besonders wenn diese im Team Außerordentliches leisten sollen. Schaffen es Ausnahmetalente aber, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, sind ihre Organisationen überaus erfolgreich.

11 Fotos Oliver Kahn: Stationen einer Nummer eins

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten.

Oliver Kahn ist einer dieser über viele Jahre hinweg außergewöhnlich erfolgreichen Höchstleister - er war von 1998 bis 2004 Stammtorwart der Nationalmannschaft, er spielte jahrelang beim FC Bayern München, dem mit Abstand erfolgreichsten deutschen Fußballverein, er hat zahlreiche Meisterschaften und Pokale sowie Champions-League-Siege errungen und war dreimal weltbester Torhüter. Auf der offiziellen Internetseite seines Vereins heißt es: "Oliver Kahn verkörpert den FC Bayern wie kein Zweiter. Immer gewinnen zu wollen, immer den Anspruch zu haben, die Nummer eins zu sein, nie aufzugeben - dafür steht der Torwart."

Oliver Kahn: Im September 2008 beendete der Ausnahmesportler seine Karriere beim FC Bayern. Seitdem verfolgt er zahlreiche Projekte. Um das Thema Motivation, mentale Stärke und Umgang mit Niederlagen nachhaltig im deutschen Schulsystem zu verankern, absolvierte Kahn Ende 2009 die "ich schaff's' Tour" durch zwölf Schulen in Bayern. Er unterstützt das Fanportal "fanorakel.de", ist Buchautor, verfolgt mehrere soziale Projekte, ist gefragte Werbefigur und beliebter TV-Experte zum Beispiel jetzt bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.
Zur Großbildansicht

Oliver Kahn: Im September 2008 beendete der Ausnahmesportler seine Karriere beim FC Bayern. Seitdem verfolgt er zahlreiche Projekte. Um das Thema Motivation, mentale Stärke und Umgang mit Niederlagen nachhaltig im deutschen Schulsystem zu verankern, absolvierte Kahn Ende 2009 die "ich schaff's' Tour" durch zwölf Schulen in Bayern. Er unterstützt das Fanportal "fanorakel.de", ist Buchautor, verfolgt mehrere soziale Projekte, ist gefragte Werbefigur und beliebter TV-Experte zum Beispiel jetzt bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.

© REUTERS
Oliver Kahn hat diesen Erfolgswillen über Jahre gepflegt, weiterentwickelt und professionalisiert. Nicht nur, dass er selbst auf fast einzigartige Weise dauerhaft Spitzenleistung erbracht hat, er war auch lange Mannschaftskapitän in einer Organisation, die wie kaum eine andere kontinuierlich Herausragendes leistet. Wir haben Kahn mehrmals zum Thema Höchstleistung interviewt und seine Erfahrungen, von denen auch Manager profitieren können, hier zusammengefasst. Wir konzentrieren uns dabei auf drei Themenbereiche:

  • Willensstärke und Spitzenleistung: Wie funktionieren Höchstleister? Wie führen sie sich selbst immer wieder zu außergewöhnlicher Leistung? Woher nehmen sie ihre Willenskraft? Wie gehen sie mit Erfolg und Misserfolg um?
  • Höchstleister und Führungskraft: Wie können charismatische Persönlichkeiten ein Team führen? Wie verhindern sie, andere zu überfordern? Wie übertragen Spitzenleister ihre Erfolgsgewissheit auf andere?
  • Einbindung und Siegeswille: Wie lassen sich starke Einzelpersönlichkeiten, Diven oder auch Spitzenleister mit einem möglichen Hang zu Alleingängen integrieren? Welchen Stellenwert hat die kompromisslose Philosophie der Höchstleistung - die Philosophie der Nummer eins - in der ganzen Organisation?


Debattieren Sie mit

Forum

Twitter

Facebook

Xing

HBM-Editionen

Das Beste aus dem Harvard Business Manager
zu einem Thema



Nach oben