Automanager scheuen Veränderungen

Lernagilität:

Heft 12/2018
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Wer 2018 die Entwicklungen in der deutschen Automobilindustrie verfolgt hat, für den wird die Nachricht nicht ganz unerwartet kommen: Von allen Führungskräften in Deutschland besitzen Automanager die geringste Lernagilität. Das hat die Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry in einer Untersuchung mit 1123 deutschen Führungskräften aus acht Branchen herausgefunden.

Unter Lernagilität verstehen die Berater die Fähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen und das Gelernte in unbekannten, hochkomplexen Situationen anzuwenden. Sie unterscheiden dabei fünf Dimensionen, von mentaler Agilität über Veränderungsfähigkeit bis zur Selbstreflexion (detaillierte Ergebnisse siehe Grafik).

Am besten schnitten die Manager aus der Pharmaindustrie ab, mit einem Durchschnittswert von 60. Das bedeutet, dass sie eine höhere Ausprägung von Agilität zeigen als 60 Prozent der anderen getesteten Führungskräfte in Deutschland. Es folgen auf den Plätzen die Manager aus Technologie, Handel, Industrie, Konsumgüter und Telekommunikation (Punktgleichheit) sowie Versicherungen. Die deutschen Automanager kamen mit einem Wert von 47 nur auf den letzten Platz.

"Die gute Nachricht ist: Agilität ist nur ein stückweit durch Charaktereigenschaften und Talent gegeben, der Großteil kann erlernt werden", ermutigt Studienleiter Mathias Kesting all jene, deren Werte in einigen oder allen untersuchten Bereichen zu wünschen übrig lassen. "Dafür müssen sich Führungskräfte ihrer Defizite aber zunächst bewusst sein."

Quelle: Mathias Kesting: "Agilitätsbetrachtung deutscher Führungskräfte 2018 - Branchenvergleich", Korn Ferry

Diese und weitere Meldungen zu aktuellen Studien und Trends finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Managers.

Ausgabe 12/2018


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