Kluge Ladenkonzepte
Starbucks hat die vergangenen Jahre damit verbracht, in die letzten Winkel des Kaffee-Marktes vorzustoßen. Dabei konkurriert das Unternehmen mit der Kette Dunkin'Donuts - zum Beispiel, indem sie kleine Läden innerhalb von größeren Geschäften entwickelten, wie es sie etwa beim amerikanischen Einzelhändler Targets gibt. Starbucks hat nun damit begonnen, wieder große Läden mit einer Menge von komfortablen Sitzgelegenheiten zu schaffen, ähnlich wie die ersten Kaffeehäuser von Starbucks in Seattle.
Es gibt einen derartigen neuen Starbucks direkt am Harvard Square in Cambridge nahe bei der Universität, der gerade erst eröffnet wurde; unten sieht es wie in den traditionellen Läden aus, aber oben wirkt es mehr wie in eine Bibliothek. Wenn Sie dieses Ladenkonzept mit Hilfe des Modell von Harvard-Business-School-Professors Clayton Christensen "Jobs to be done" betrachten, stellen Sie fest: Beide Ladenkonzepte erfüllen verschiedenen Aufgaben. Bei den kleineren geht es darum, schnell reinzukommen, bedient zu werden und wieder so schnell wie möglich rauszugehen. Die neueren dagegen sind ein geselliger und komfortabler Ort für die Konsumenten, um Menschen zu treffen und zu arbeiten. Die Ladenkonzepte erfüllen ihre jeweilige Aufgabe recht gut. Aber die Herausforderung für Starbucks wird sein, diese beiden unter seiner Marke zu vereinen.
James Allworth, Senior Researcher beim "Forum for Growth and Innovation"
an der Harvard Business School.