Vier Tage Chaos

Krisenmanagement:

20. Oktober 2014
Christian Schaarschmidt

Warum blieb dem Kraftwerk Daini nach dem Tsunami 2011 das Schicksal der Anlage Daiishi in Fukushima mit Kernschmelze und Explosionen erspart? Dieser Frage gingen Harvard-Professor Ranjay Gulati, der Verantwortliche der US-Atomaufsicht für die Reaktion auf Fukushima Charles Casto und die Sozialforscherin Charlotte Krontiris auf den Grund. Glück spielte sicher eine Rolle. Doch im Mittelpunkt ihres Berichts steht das Führungsverhalten des Werkschefs Naohiro Masuda, der in den kritischen vier Tagen 400 Mitarbeiter geschickt durch das Chaos steuerte.

Ohne den Begriff zu kennen, setzte Masuda in der Krise auf das Konzept des "Sensemaking": Indem er seinen Arbeitern alle verfügbaren Informationen offenlegte, ermöglichte er ihnen, die Lage selbst zu interpretieren und mögliche Gefahren einzuschätzen. Mit diesem Wissen wagten sie es, hinaus in das havarierte Kraftwerk zu gehen, um die Reaktorblöcke vor der Kernschmelze zu bewahren.

Die Bilder zeigen, mit welchen Maßnahmen Masuda die Katastrophe in den Griff bekam.


Wie Naohiro Masuda seine Mitarbeiter informierte und auf unvorhergesehene Probleme reagierte zeigt der ausführliche Beitrag von Gulati, Casto und Krontiris "Das andere Fukushima" auf acht Seiten in der Ausgabe 10/2014. Jetzt das Heft bei Amazon kaufen.


Auch erhältlich als PDF zum Download:

Krisenmanagement

Das andere Fukushima

Von Ranjay Gulati, Charles Casto und Charlotte Krontiris

HBM-Artikel als PDF, 8 Seiten.

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