Die Flops des Silicon Valley - und ihre Comeback-Chancen

Vernetzte Häuser, fliegende Autos:

Von Arvid Kaiser
19. April 2016

Flugauto der Firma Terrafugia: Der ewige Science-Fiction-Traum

Konzept 1: Fliegende Autos

Dieser Technik hat sich keiner der Tech-Riesen verschrieben, obwohl Investor Peter Thiel hier längst eine Innovationslücke erkannte: "Wir wollten fliegende Autos, aber wir bekamen 140 Zeichen" (des Kurznachrichtendienstes Twitter, der demnach nicht als bahnbrechende Weltverbesserung zählt).

Brauchen wir das?

Es muss einen Grund geben, warum Mini-Fluggeräte als Alltagstransport in alten Science-Fiction-Filmen omnipräsent sind. Sicher würde das Fliegen für alle ein erhebendes Gefühl bringen, vor allem aber Platz auf dem Boden frei machen, Staus und andere Ineffizienzen vermeiden.

Wie läuft's?

Einige Startups sehen sich - mit unterschiedlichen Konzepten - kurz vor dem Marktstart, allerdings schon seit Jahren. Zuletzt machte Toyota mit einem Patent für Auftriebsscheiben über dem Autodach (die umständlich einzuklappende Flügel überflüssig machen) Furore . Soweit es Preisvorstellungen gibt, sind es mindestens hohe sechsstellige Summen für so ein Fliewatüüt.

Wird das noch was?

Als Massenprodukt auf absehbare Zeit sicher nicht. Aber auch First Mover müssen gewaltige Hürden überspringen. Die Probleme sind weniger technischer Art, als regulatorische und Fragen der sozialen Akzeptanz. Autonom fahrende Autos (ohne Flügel) sind im Vergleich dazu fast schon marktreif. Auch die Kosten für den Umbau der Infrastruktur wären ungleich höher, wenn die Straßen auch noch fit für Flugautos gemacht werden müssten.

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