Wer viel fragt, wird innovativ

Neugier:

Von Christoph Seeger
20. November 2018
Janosch Boerckel und Tim Dechent

Ist Neugier der ultimative Erfolgsfaktor für Unternehmen? Es ist eine Binse: Wer neugierig ist, hat auch Ideen. Und wohl jede Führungskraft würde behaupten, dass sie wissbegierige Mitarbeiter besonders schätzt. Die Wirklichkeit sieht häufig anders aus. Harvard-Business-School-Professorin Francesca Gino hat intensiv über Neugier geforscht. In einer Umfrage unter 3000 Mitarbeitern verschiedener Unternehmen fand sie heraus, dass nur 24 Prozent von sich denken, bei der Arbeit neugierig zu sein. Rund 70 Prozent sagten sogar, dass sie daran gehindert würden, im Job mehr Fragen zu stellen. Gino analysiert: Viele Chefs fürchten offenbar, zu kreative Mitarbeiter nicht führen zu können. Außerdem widerstrebe Experimentierfreude dem vorherrschenden Effizienzdenken.

Das ist schade. Denn neugierige Manager und Mitarbeiter reagieren anpassungsfähiger auf Marktveränderungen, sie treffen fundiertere Entscheidungen und lassen ein von Vertrauen geprägtes Arbeitsklima entstehen. Wie Sie für mehr Neugier in Ihrem Unternehmen sorgen, erfahren Sie ab Seite 21.

Charles Handy ist einer der neugierigsten Managementdenker der Welt. Gerade erst hat der 86-Jährige ein neues Buch veröffentlicht: "The Second Curve". Wir sprachen mit Handy über die Kunst des Neuanfangs und wie wichtig es ist, seiner wahren Leidenschaft zu folgen. Das Interview finden Sie auf Seite 72.

Ausgabe 12/2018


Neugier

Wie Manager und Mitarbeiter innovativer werden

Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.
Artikel
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