Vorbild Fußball

Editorial Heft 7/2014:

Von Christoph Seeger
17. Juni 2014
mauritius images / Alamy

Franz Beckenbauer nannte sie abfällig "Kick and Rush": die alte, früher weitverbreitete Spielweise, den Ball aus der Verteidigung hoch und weit in die gegnerische Hälfte zu schlagen, um dann einen schnellen Abschluss zu erzielen. Der moderne Fußball, den die besten Vereine der Welt heute spielen, sieht ganz anders aus: Temporeiche Passstaffetten und häufige Positionswechsel lassen die Spieler als dynamisches Kollektiv erscheinen. Spanische Fußballreporter prägten für diese Spielweise den Begriff Tiki-Taka, was an das schnelle Klick-Klack eines Spiels mit Kugeln erinnern soll. Wer so spielt, dominiert häufig seine Liga: Die Klubs aus Madrid und Barcelona sowie aus München und Dortmund sind Beispiele dafür.

Der St. Galler Professor Wolfgang Jenewein hat in gründlichen Untersuchungen Fußballteams und Unternehmen miteinander verglichen. Er sagt, dass die erfolgreichen Klubs beim Thema Führung vielen Firmen um Jahre voraus seien. In unserer Titelgeschichte, die Jenewein mit einer Gruppe von Koautoren verfasst hat, zeigt der Wissenschaftler, was Führungskräfte vom modernen Fußball lernen können. Die fünf Lektionen finden Sie im Beitrag "Tiki-Taka für Manager".

Wer trotz der WM in Brasilien diesen Monat nichts mit Fußball zu tun haben möchte, darf sich gern von erfolgreichen Topmanagern inspirieren lassen. Im Interview erklärt zum Beispiel der langjährige IBM-Chef Sam Palmisano, wie man richtig mit Investoren umgeht. François-Henri Pinault wiederum schildert, wie er den von seinem Vater übernommenen Luxuskonzern Kering zu neuer Profitabilität führte.

Mehr Informationen zu unserem aktuellen Heft finden Sie hier.

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