Gut gemeint, schlecht gemacht

Organisation:

Von Christoph Seeger
16. Dezember 2014
Getty Images

Manager wünschen sich kreative und produktive Mitarbeiter. Um das zu erreichen, soll neuerdings alles transparenter werden. Jeder soll jederzeit informiert sein, Entscheidungen werden ausführlich erklärt, die Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg ist nicht mehr die Kür, sondern die Pflicht. Dies hat dazu geführt, dass viele Mitarbeiter nicht nur rund um die Uhr erreichbar sind, sondern auch kein klassisches Büro mehr haben. Eine offene Büroarchitektur und flexible Arbeitsplätze liegen im Trend. Diese Neuerungen sind meist gut gemeint, und tatsächlich kann mehr Transparenz Verschwendung deutlich machen, Prozesse verbessern helfen und natürlich die Kommunikation erleichtern. Doch Offenheit wird gefährlich, wenn Mitarbeiter sich kontrolliert und gegängelt fühlen. Das Wissen, permanent beobachtet zu werden, bedroht die Privatsphäre der Einzelnen und kann im Extremfall zu Verschlossenheit statt Kreativität führen.

In unserem Schwerpunkt "Das Büro der Zukunft" haben sich namhafte Wissenschaftler und Praktiker mit dem optimalen Arbeitsplatz beschäftigt. Erfahren Sie, wie ein gutes Büro aussehen muss und wie sich Führungskräfte in der modernen Arbeitswelt verhalten sollten. Denn ein paar Rollcontainer und bunte Sofas allein reichen nicht.

Gut gemeint und schlecht gemacht gilt leider auch für viele Einzelhandelsunternehmen. Im Bemühen, endlich im E-Commerce erfolgreich zu sein, sind viele über das Ziel hinausgeschossen. Webshop und Ladengeschäft wirken auf die Kunden dann wie zwei getrennte Welten. Das geht besser: "Wie digitales und physisches Geschäft verschmelzen" lesen Sie im Beitrag von Bain-Partner Darrell Rigby.

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Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.

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