Wenn Mitarbeiter sich nicht helfen lassen wollen

10. Dezember 2014
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6. Teil: Zeigen Sie Anerkennung und bauen Sie Vertrauen auf

Wenn man Coaching akzeptiert, begibt man sich automatisch in eine verletzliche Position, also machen Sie Ihrem Mitarbeiter klar, dass Sie sein Vertrauen verdienen. Zeigen Sie ihm zunächst einmal Ihre Anerkennung für das, was er bisher geleistet hat. Manchmal fühlt Coaching sich wie eine Bestrafung an, vor allem für Mitarbeiter mit guten Leistungen, die das Gefühl haben, bereits zu wissen, wo es langgeht. Also erklären Sie Ihrem Mitarbeiter genau, was Sie an seiner Arbeit schätzen und warum. Machen Sie ihm klar, dass Sie die Inhalte Ihres Coachings vertraulich behandeln werden, und halten Sie sich dann auch daran. "Wenn der Mitarbeiter erfährt, dass Sie mit anderen über seine Performance gesprochen haben, wird er seine Beziehung zu Ihnen in Frage stellen", warnt Su. Und achten Sie auch darauf, dass Ihr Engagement während des Coaching-Prozesses nicht nachlässt: "Sie sollten nicht am Anfang Feuer und Flamme sein und später das Interesse verlieren." Sie können übrigens auch Vertrauen aufbauen, indem Sie Ihren Mitarbeitern zeigen, dass Sie verständliche Fehler akzeptieren. "Geben Sie den Leuten die Möglichkeit, Rückschläge und Misserfolge objektiv zu analysieren und etwas daraus zu lernen", empfiehlt Batista.

Artikel
Kommentare
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MarcoHass 11.12.2014

Als gut ausgebildeter Coach mit langjähriger Leitungserfahrung bin ich gerade begeistert und entsetzt über diesen Artikel. Begeistert bin ich über viele, gute Anregungen und Möglichkeiten, wie einzelne, ganz spezielle Situationen gemeistert werden könn(t)en. Entsetzt bin ich über den Umgang mit dem Begriff Coaching in Zusammenhang mit Führung. Dieser amerikanische Artikel weicht doch sehr von europäischen Standards ab. Das ist ja erstmal kein Qualitätsmerkmal. Doch hat sich das europäische Coaching signifikant zum amerikanischen weiterentwickelt. Es braucht schon eine gut ausgebildete Führungskraft im Coaching, um Coaching als Führungsinstrument erfolgreich einsetzen zu können. Von enormer Wichtigkeit ist es nicht nur Coaching Techniken zu kennen, sondern als Führungskraft Mitarbeitern mit einem respektvollen Menschenbild zu begegnen. Nur Weiterbildungen die in diesem Bezug Wert auf gecoachte Coaching Führungskräfte legen, sollten Coaching als Führungsinstrument anwenden. Erst dann verschwindet das Gefühl, z. B. selbst als Vorgesetzter nicht ernstgenommen zu werden und erleichtert damit ein Führungscoaching für beide Seiten erheblich..... kontakt et MarcoHass de

evorn 11.12.2014

Ich finde es sehr schade, dass durch den inflationären Gebrauch des Begriffes Coaching diese wichtige und sinnvolle Unterstützung für Mitarbeiter in ihrer Entwicklung ad absurdum geführt wird. Der Widerstand ensteht, weil heute ganz normale Führungsaufgaben wie in den Fallstudien beschrieben dem Mitarbeiter als Coaching "verkauft" werden und damit beim diesem der Eindruck entsteht, ich bin nicht o.k. Sowohl Zielvereinbarung wie Performance-Review und die daraus folgenden Zwischen-Feedback-Gespäche, in denen es natürlich darum geht, welche Motive, welche Zielvorstellungen und welche Ressourcen der Mitarbeiter für seine eigene Entwicklung hat und wie ich als Führungskraft ihn in seiner Entwicklung unterstützen kann, sind normale Führungsaufgaben. Gibt es größere Defizite oder neu zu entwickelnde Komptetenzen für die Weiterentwicklung, sollte diese ein ausgebildeter neutraler Coach oder auch ein Trainer in einem Förderkreis aufbauen oder nur eine im Coaching ausgebildete Führungskraft. Ansosnten kann ich nur meinem Kollegen zustimmen: der Artikel enthält viele gute Anregungen für Führungskräfte und ihre ganz normalen Führungsaufgaben.

business-coach-susanne 11.12.2014

Als noch besser ausgebildeter Coach bin ich nur noch entsetzt. Wer solche Ratschläge braucht, darf sich eigentlich nicht Coach nennen. Hier wird ein Basis-Einmaleins aufgetischt - und wer dies nicht beherrscht, sollte ums Himmels willen nicht coachen. Ich stimme MarcoHass zu: wer als Führungskraft coachen möchte, sollte sich zuallererst über seine eigene Rolle und seine eigene Haltung im Klaren sein. Und genau dann ist obiger Artikel überflüssig. contact: softsteel@bluewin.ch

abapaya 11.12.2014

Wer hat denn hier das Problem? Der Mitarbeiter wohl kaum, somit ist auch seine Änderungsbereitschaft äusserst klein. Könnte hilfreich sein, wenn sich die Führungsperson einem professionellen Coaching (durchgeführt von einem ausgebildeten Coach) unterzieht. So hat er die Möglichkeit, so einiges über sich zu erfahren. Vielleicht erkennt er dabei auch, dass er oder sie zum Führen von Menschen nicht sonderlich geeignet ist.

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