Wie hoch ist Ihr Return on Failure?

Lernkultur:

Von Christoph Seeger
16. August 2016
Getty Images / freepik

Wir wissen alle, dass Fehler zum Leben gehören. Auch für die meisten Führungskräfte sind Misserfolge beruflicher Alltag. Sie sind, wie Ed Catmull, Gründer der US-Filmproduktionsfirma Pixar, sagt, "kein notwendiges Übel, sondern unvermeidlich, wenn man neue Wege gehen will". Dennoch ist die Angst zu scheitern weit verbreitet.

Warum ist es so schwer, im Unternehmen Fehler zuzulassen? Wohl vor allem, weil Management ganz wesentlich mit Messen und Steuern zu tun hat. Es geht um Budgetierung, Ressourcenverteilung und Risikomanagement; es geht um Effizienz und Planbarkeit. In unserer Titelgeschichte zeigen die Professoren Julian Birkinshaw von der London Business School und Martine Haas von der Wharton School in Pennsylvania einen Ausweg aus diesem Dilemma: Manager müssten ermitteln, welchen Wert jeder einzelne Misserfolg genau hat. So könnten sie die Rentabilität von Fehlern errechnen, sozusagen den "Return on Failure" bestimmen. Eine einfache Anleitung hierzu finden Sie im Beitrag "Irren ist lehrreich" ab Seite 20.

Der Wissenschaftler Jan U. Hagen von der Berliner Universität ESMT hat sich in den vergangenen Jahren als Fehlerforscher einen Namen gemacht. Im Interview erläutert er, welche gefährlichen Muster es in Unternehmen gibt und warum Lernen oft so langsam vonstattengeht. Das Gespräch "Hierarchien sind Gift" beginnt auf Seite 28.

Die Angst, einen Fehler zu machen, lähmt auch die Protagonisten unserer Fallstudie. Ein Hersteller von Straßenbeleuchtung will seine Produkte nicht mehr verkaufen, sondern vermieten. Kaum ist das neue Geschäftsmodell beschlossen, winkt ein Kunde mit einem Großauftrag zu alten Konditionen. Was nun? Die Geschichte "Erleuchtung auf Raten" finden Sie auf Seite 80.


Aus Fehlern lernen


Warum sich Scheitern lohnt - eine Anleitung in drei Schritten


Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.
Artikel
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