Wie hilfsbereit sind Sie?

Selbstmanagement:

27. April 2017
Getty Images

Nehmer sehen jeden Kontakt als Möglichkeit, ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Sie werden Sie völlig aussaugen, sofern Sie sich nicht zu schützen wissen. Doch Nehmertypen lassen sich leicht erkennen: Sie verhalten sich so, als ob sie Anspruch auf Ihre Unterstützung hätten, und haben keinerlei Skrupel, Ihre Zeit in Beschlag zu nehmen.

Tauscher balancieren Gefallen gegeneinander aus. Sie können ausgesprochen großzügig sein, aber sie erwarten eine Gegenleistung. Ihrer Auffassung von Hilfsbereitschaft liegt eine geschäftsmäßige, defensive Haltung zugrunde. Beide Parteien profitieren zwar letztlich weniger, aber wer es mit einem Nehmertyp zu tun hat, für den kann diese Einstellung ausgesprochen hilfreich sein.

Selbstschützende Geber sind hilfsbereit und großzügig, kennen aber ihre Grenzen. Anstatt sofort Ja zu jeder Bitte zu sagen, suchen Sie gezielt nach wirkungsvollen, energiesparenden Methoden der Unterstützung. So schaffen sie es, ihre Kraft und Hilfsbereitschaft aufrechtzuerhalten - und dabei auch noch Spaß zu haben.

Selbstlose Geber kümmern sich intensiv um andere, aber wenig um sich selbst. Sie setzen kaum oder gar keine Grenzen, was sie besonders anfällig dafür macht, Nehmern auf den Leim zu gehen. Da sie ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren, verausgaben sie sich bis zur Erschöpfung und können am Ende - so paradox es klingen mag - andere weniger unterstützen.


Wenn Kollegen und Mitarbeiter immer mehr Ihrer Zeit einfordern, müssen Sie sich entscheiden: Wollen Sie den Zusammenbruch riskieren - oder haben Sie den Mut, sich auch mal unbeliebt zu machen? Lernen Sie, Ihre Zeit und Expertise effizient zum Wohle anderer einzusetzen. Adam Grant, einer der besten jungen Wirtschaftsprofessoren unserer Zeit, zeigt wie es geht.


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