Kostenfaktor Konflikte

14. Mai 2014
Corbis

2. Teil: Höhere Gesamtkosten

1. Zunächst einmal muss klar sein, dass mit meiner Untersuchung lediglich der Anteil verschwendeter Arbeitszeit (und damit Personalkosten) ermittelt wurde. Hinzu kommen weitere Kategorien für Konfliktkosten, wie die etwa eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation oder entgangene Aufträge. Exemplarisch werden sämtliche Konfliktkosten in einer Studie der Unternehmerschaft Düsseldorf dargestellt. Die Gesamtkosten für Konflikte liegen also noch deutlich höher.

2. Eine Analyse der Ursachen zeigt: Ein systematisches Konfliktmanagement muss auf zwei Säulen beruhen, nämlich sowohl auf ablauf-/aufbauorganisatorischen Maßnahmen als auch auf persönlichen Kommunikations-/Konfliktpräventionstrainings.

3. Schulungen zur Verbesserung des individuellen Konfliktverhaltens sollten für die gesamte Belegschaft angeboten werden, da mehr als jeder zweite Mitarbeiter innerhalb eines Jahres involviert war und davon auszugehen ist, dass auch die aktuell nicht Betroffenen in Zukunft in Konflikte verwickelt sein könnten.

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jelly1 - fraenzchen 14.05.2014

das Hauptproblem in Politik und Wirtschaft aber auch in Verwaltung ist das es keine Konflikt - Regeln und unfähige Konfliktmanager gibt ! es gibt für alle Internas Regeln die einen brauchbaren Ablauf verhindern und noch dazu absolut Kunden - Feindlich sind, das ist letztendlich Betriebs - Feindlich und kostet sehr viel GELD + ZEIT ! FAZIT: zuerst Hirn einschalten, zusammenreden und gegenseitig unterstützen !

machiavelli1982 15.05.2014

leider sehr einseitig... wenn ich mir über die Kosten von Konflkten Gedanken mache, solte ich mir auch über die Gewinne, die mir Konflikte bringen, Gedanken machen...

oh72 15.05.2014

Bevor ich breite Maßnahmen in der gesamten Belegschaft anleiern kann ist es doch zunächst einmal notwendig, in der Personalabteilung selbst ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen. Noch gibt es etliche Personalleiter, die nach dem altbekannten Verfahren vorgehen: §1 Der Chef hat immer recht §2 Sollte das ausnahmsweise einmal nicht der Fall sein, tritt automatisch §1 in Kraft. Solange dem so ist, muss man sich nicht wundern, wenn Mitarbeiter unter der psychischen Belastung von Konflikten nicht nur weniger Zeit für eigentlich produktive Arbeit haben, sondern ihre gesamte Produktivität sinkt und sie ggf. krank ausfallen. Aber angesichts der Tatsache, dass selbst bei der Qualität der Produkte die Maxime "Qualitätsmanagement muss von der gesamten Organisation gewollt und gelebt werden" regelmäßig ignoriert wird, muss man sich nicht wundern, wenn es bei der Qualität des Umgangs miteinander keinen Deut besser aussieht.

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