Was Manager über #MeToo wissen müssen

Personal:

8. Mai 2018
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Seit einem halben Jahr diskutieren wir über #MeToo und die Folgen - auch in deutschen Unternehmen. Doch wie geht es nun weiter? Was können Arbeitgeber tun, um die Sicherheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten und vergangene Vorfälle aufzuarbeiten? In unserem Schwerpunkt geben wir Hilfestellung für all jene heiklen Aufgaben, vor denen Personalabteilungen und Führungskräfte nun stehen.

Den Anfang machen die renommierten US-Autorinnen Joan C. Williams und Suzanne Lebsock. In ihrer Analyse zeigen sie, wie die simple Tatsache, dass die Öffentlichkeit Frauen plötzlich Glauben schenkt, eine Normenkaskade ausgelöst hat, die nicht mehr zurückzudrehen ist. Ihre Empfehlung an Opfer sexueller Belästigung erstaunt die Autorinnen selbst ein bisschen: "Beschweren Sie sich darüber, zeigen Sie es an. Wir sind nicht sicher, ob wir Ihnen diesen Rat vor einem Jahr so klar und eindeutig gegeben hätten."

Strafbare Übergriffe sind das eine, ganz "normaler" Alltagssexismus am Arbeitsplatz ist das andere. Doch von unpassenden Bemerkungen und lüsternen Kommentaren fühlen sich auch viele Männer abgestoßen. Wie sie sich mit anderen Männern gegen die Herabwürdigung ihrer Kolleginnen verbünden, zeigt eine simple, aber wirkungsvolle Anleitung des Soziologieprofessors Michael Kimmel. Darüber hinaus braucht es eine ganz neue Kultur der Kommunikation über Belästigung am Arbeitsplatz: Die Leiterinnen der US-Gleichstellungsbehörde EEOC, Chai R. Feldblum und Victoria A. Lipnic, geben Führungskräften ein fünfstufiges Verfahren an die Hand, mit dem sie Belästigungen unterbinden können.

Eine Mitarbeiterbefragung gehört idealerweise auch dazu. Unsere Vorlage mit 29 Fragen müssen Unternehmen nur noch auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zuschneiden. Im letzten Beitrag unseres Schwerpunkts widmen sich James Campbell Quick und M. Ann McFadyen der Frage, wie sich sexueller Belästigung vorbeugen lässt. Ihre wichtigsten Ratschläge: Wehren Sie den Anfängen und nehmen Sie Hochrisikomitarbeiter so früh wie möglich an die Leine.


Wie Führungskräfte die #MeToo-Debatte nutzen können, um ein besseres Arbeitsklima zu schaffen, lesen Sie in unserem Themenschwerpunkt in der Mai-Ausgabe des Harvard Business Managers.


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Die #metoo-Debatte kann das Arbeitsklima verbessern - wenn Manager professionel damit umgehen. Eine Anleitung.


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