Wo Consultants überflüssig werden

Zukunft der Beratung:

2. März 2017
AP

Immer mehr Unternehmen nutzen Open Innovation, um interne Probleme zu lösen. Für die Consultingbranche hat das Konsequenzen. In einem Interview mit dem Harvard Business Manager vertritt London-Business-School-Professor Gary Hamel die These, das Open Innovation einen großen Teil der Beratungsarbeit überflüssig machen könne.

Hamel argumentiert, dass Berater typischerweise aus drei Gründen geholt werden.

Erstens: Das Management wolle, dass sie ihm als neutrale Außenseiter helfen, einen internen Konsens über Veränderungen herzustellen. Aber dafür braucht man sie nicht. Es sei ein besserer Weg, Leute mit Unterstützung durch Open-Innovation-Tools von Veränderungen zu überzeugen.

Zweitens: Berater würden für ihre analytischen Fähigkeiten bezahlt, sagt Hamel. Die Manager glauben, dass sie nicht die Zeit und die Energie hätten, um Probleme selbst zu lösen. Auch hier empfiehlt Hamel Open Innovation, um traditionelle Managementaufgaben an Mitarbeiter zu delegieren. Unternehmen werden dadurch unnötige Bürokratie los, weil die Flaschenhälse, die durch die Hierarchie entstehen, wegfallen.

Drittens: Consultants bringen tatsächlich tiefgehendes Spezialistenwissen mit, das im Unternehmen des Kunden nicht vorhanden ist. Dieser Teil ihrer Arbeit werde weiter notwendig bleiben.


Im Interview mit dem Harvard Business Manager erzählt Gary Hamel wie er Open Innovation einsetzt und wie Berater von dieser Entwicklung profitieren können. Mehr zu diesem Thema und zur Zukunft des Beraterberufs mit vielen nutzwertigen Hinweise für Consultants finden Sie in unserem Schwerpunkt "Berater 4.0".


Projekt Berater 4.0


Wie Digitalisierung, anspruchsvolle Kunden und der Trend zu Kooperation das Geschäft der Consultants verändern


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