Warum Stretch Goals nicht zu jedem passen

Management:

18. April 2017
Mike Harrington / Getty Images

Welcher Topmanager hat noch nicht davon geträumt, den Erfolg seines Unternehmens durch extreme Zielvorgaben zu steigern? In der Praxis funktionieren Stretch Goals jedoch nur selten, haben die Wissenschaftler Sim B. Sitkin, C. Chet Miller und Kelly E. See herausgefunden. Ein Beispiel: Als Marissa Mayer 2012 das Ruder bei Yahoo übernahm, kündigte sie mehrere extrem ehrgeizige Ziele an, darunter auch das besonders schwierige Vorhaben, zweistellige Wachstumsraten zu erzielen. Fünf Jahre später hat Mayer ihre Ziele sämtlich verfehlt - und Yahoo geht es immer noch nicht gut. Unternehmen, die am meisten von Stretch Goals profitieren würden - jene mit jüngeren Erfolgen und freien Ressourcen -, wenden sie allzu selten an. Viel öfter findet man solche Ziele dagegen bei maroden Unternehmen, die verzweifelt versuchen, das Blatt noch einmal zu wenden. Doch gerade dort geht es fast immer schief - das ist das Stretch-Goal-Paradoxon.

Stretch Goals eignen sich nur für wenige Unternehmen
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Stretch Goals eignen sich nur für wenige Unternehmen

Wer Stretch Goals einsetzen will, sollte sich vorher Klarheit darüber verschaffen, ob sein Unternehmen überhaupt die richtigen Voraussetzungen mitbringt (siehe Grafik). Nur wer aus einer Position der Stärke heraus agiert und durch den Erfolg selbstgefällig geworden ist, kann von extremen Zielvorgaben profitieren. In den meisten anderen Fällen ist eine Politik kleiner Schritte angemessener.


Sim B. Sitkin und seine Koautoren beschreiben in ihrem Beitrag, wie Manager vorgehen können, wenn Stretch Goals nicht zu ihren Unternehmen passen.


Das Stretch-Goal-Paradoxon

Von Sim B. Sitkin, C. Chet Miller, Kelly E. See

HBM-Beitrag als PDF, 8 Seiten

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