Warum Brainstorming nicht funktioniert - und wie es besser geht

Kreativität:

29. März 2016

Die einen hassen es, die anderen ertragen es, meist ist es einfach das Erste, was dem Chef einfällt: Brainstorming. Häufig arten solche Meetings schnell in Diskussionen aus, was weder viele noch gute Ideen hervorbringt. Doch nicht nur deshalb ist Brainstorming anderen Kreativitätsmethoden unterlegen. Das Problem ist grundsätzlich: Studien zeigen, dass einzelne, die für sich nachdenken, mehr und originellere Einfälle haben als Gruppen.

Die amerikanischen Innovationsexperten Tony McCaffrey und Jim Pearson sind deshalb der Meinung: "Brainstorming funktioniert nicht." Sie haben eine bessere Methode entwickelt, die neue Ergebnisse der Kreativitätsforschung berücksichtigt, und nennen sie "Brainswarming". Im Zentrum der Arbeit steht dabei eine Grafik. Oben ist das Ziel eingezeichnet, unten stehen die verfügbaren Ressourcen. Die Teilnehmer versuchen zunächst im Stillen auf neue Ideen zu kommen. Aufgabe kann etwa sein, neue Ressourcen ausfindig zu machen, sich neue Anwendungsmöglichkeiten auszudenken oder das Ziel anders formulieren. Ihre Ideen schreiben die Teilnehmer dann auf Post-its, die sie auf die Grafik an die entsprechenden Stellen kleben. Mit der Zeit entsteht so ein Lösungsbaum.

Diese Methode hat eine Reihe von Vorteilen. Weil die Teilnehmer parallel arbeiten, entstehen schneller Ideen; außerdem können die Redseligen unter ihnen - anders als beim klassischen Brainstorming - die Sitzung nicht dominieren. Und weil jeder Beitrag auf eine Haftnotiz passen muss, kommt es zu knappen und präzisen Formulierungen.

In folgendem Video beschreibt unser Autor Tony McCaffrey warum Brainstorming häufig kontraproduktiv ist.



Nicht Fragen. Machen!


Gute Ideen gibt es zuhauf. Was fehlt, ist Mut. Ein Plädoyer für mehr Risikofreude.


Artikel
© Harvard Business Manager 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
ANZEIGE
Die neuesten Blogs
Nach oben