Was ist meine grundlegende Persönlichkeit?

29. Mai 2015
Corbis

2. Teil: Wie definiert man hohe oder niedrige Werte?

Es gibt keine definitiven Cut-Off-Werte. Allerdings gibt es sinnvolle Cut-Off-Werte: Für jede Dimension bedeuten

  • 12-15 Punkte = hoch
  • 7-11 Punkte = mittel
  • 3-6 Punkte = niedrig.

Die meisten Studien zeigen, dass Menschen, die zuverlässig, gründlich, organisiert und ausdauernd sind sowie planerische Fähigkeit besitzen (dass heißt, sehr gewissenhaft sind), tendenziell höhere Arbeitsleistungen aufweisen - in den meisten, wenn auch nicht in allen Berufen. Weiterhin zeigen Menschen, die hohe Werte in der Dimension der Gewissenhaftigkeit erzielen, höheres berufsspezifisches Wissen, vielleicht weil hohe Gewissenhaftigkeit dazu führt, dass sich Menschen in Ihrem Job mehr anstrengen. Das höhere Maß an berufsspezifischem Wissen trägt dann zu höheren Arbeitsleistungen bei.

Weitere Erkenntnisse aus Ihrem Score: Hohe Werte in der Dimension der Extraversion bedeuten, dass sie gut geeignet sind für Leitungs- oder Verkaufspositionen. Diese Tätigkeiten erfordern ein hohes Maß an sozialer Interaktion. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass hohe Werte in der Dimension der Offenheit für neue Erfahrungen ein guter Prädiktor für die Fähigkeit darstellen von Trainings zu profitieren.

Psychologen benutzen in der Auswahl und Diagnostik selbstverständlich wesentlich umfangreichere Testverfahren, die mit zum Teil mehreren Hundert Fragen, eine sehr viel genauere und umfassendere Erfassung der Persönlichkeit erlauben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dieser kleine Test lediglich eine erste grobe Orientierung ermöglicht, aber nicht die strengen wissenschaftlichen Standards für eine zuverlässige Persönlichkeitsbeurteilung erfüllt.

Guter Mitarbeiter, schlechter Mitarbeiter


Psy­cho­lo­gie­pro­fes­sor Rolf van Dick und seine For­scher­kol­le­gen untersuchten, welchen Einfluss das persönliche Verhältnis zum Vorgesetzten auf die In­no­va­ti­ons­kraft von Mitarbeitern hat.
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Warum sich Innovation und Kreativität nur für manche Mitarbeiter lohnt, lesen Sie in unserem Interview mit dem Psychologen Rolf van Dick "Guter Mitarbeiter, schlechter Mitarbeiter".

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