Acht Tipps für mehr Zeit im Job

Zeitmanagement:

Von Michael Leitl
24. September 2014
Getty Images

Manager müssen häufig feststellen, dass die Anforderungen und Arbeitsweisen des Unternehmens ihr Zeitmanagement zunichtemachen. Die Zahl der Besprechungen, E-Mails und Nachrichten nimmt zu und lässt sich nicht einfach ignorieren. So fanden Michael Mankins, Chris Brahm und Gegory Caimi, Partner bei der Unternehmensberatung Bain, in einer Umfrage heraus, dass Manager zum Beispiel mehr als die Hälfte der Meetings als ineffektiv oder sehr ineffektiv einstuften.

Ein weiterer Zeitfresser ist die Nachrichtenflut: So besagt das metcalfesche Gesetz, dass der Nutzen eines Kommunikationsnetzes proportional mit der Anzahl der möglichen Verbindungen zwischen den Teilnehmern wächst. In den 70er Jahren beschränkte sich die Kommunikation noch auf Telefonanrufe, Telexe und Telegramme. Den internen Austausch mit Mitarbeitern und Kollegen ausgenommen, betrug die Anzahl der Nachrichten, mit denen sich ein Manager befassen musste, weniger als 1000 pro Jahr.

Mit der Verbreitung neuer Technologien stieg diese Zahl drastisch an. Heute erhalten Führungskräfte in der externen Kommunikation unseren Schätzungen zufolge im Schnitt 30 000 Nachrichten im Jahr. Je höher die Hierarchieebene, desto mehr Zeit müssen Untergebene investieren, um diese Mitteilungen zu filtern, zu sortieren und zu verarbeiten.

Mankins, Brahm und Caimi beobachteten, dass einige Organisationen nun einen neuen Weg gehen. Sie behandeln Zeit als knappes Gut und managen ihr Zeitbudget mit ebenso viel Disziplin wie ihr Kapitalbudget.

Wenn Organisationen die Produktivität von Managern und Mitarbeitern erhöhen wollen, müssen sie also Meetings, Kommunikation und Arbeitsweisen effizienter gestalten. Die Berater haben dazu ein acht Punkte-Programm entwickelt:

  • Unternehmen müssen die Tagesordnung bei Meetings einschränken
  • ihre Zeit mit Nullbasisbudgetierung managen
  • einen Business Case für jede Initiative vorschreiben
  • die Organisationsstruktur vereinfachen
  • Befugnisse für Zeitinvestitionen zuweisen
  • Entscheidungsprozesse standardisieren
  • unternehmensweite Zeitdisziplin sicherstellen
  • durch regelmäßiges Feedback die Zeitlast im Auge behalten.

In ihrem Beitrag "So managen Sie Ihr knappstes Gut"im aktuellen Heft stellen Mankins, Brahm und Caimi diesen Acht-Punkte-Plan für ein besseres Zeitmanagement im Detail vor und zeigen anhand von Beispielen, wie sich die einzelnen Punkte umsetzen lassen. Jetzt bei Amazon bestellen oder das digitale Heft kaufen.

Zum Autor
Michael Leitl ist Redakteur des Harvard Business Managers.

Artikel
Kommentare
2
nectar 08.10.2014

08.10.14/16h11 Zeitmanagement und Prozeßoptimierung sind 2 der überhaupt wichtigsten Kritierien in der täglichen Arbeit, und möchte zu diesem Bereich nur mal 2 von vielen Büchern (schon etwas älter) empfehlen: 1) "The one minute manager" von Dr.Kenneth Blanchard 2) "Das Ziel" von Eliyahu Goldratt u. Jeff Cox

konfuzius67 20.01.2015

Tipp 9: das Triage-Prinzip nach Eisenhower (http://imgriff.com/2014/06/19/triage-sortieren-nach-dringlichkeit/)

Diskussionsregeln

Wir freuen uns über lebendige, konstruktive und inspirierende Diskussionen auf HBM Online. Um die Qualität der Debattenbeiträge sicherzustellen, werden unsere Moderatoren jeden Beitrag prüfen. Eine Nutzung der Kommentarfunktion zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt. Beiträge mit vorwiegend werblichem, strafbarem, beleidigendem oder anderweitig inakzeptablem Inhalt werden von unseren Moderatoren gelöscht.

© Harvard Business Manager 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
ANZEIGE
Die neuesten Blogs
Nach oben