Lassen Sie sich nicht ausnutzen

Selbstmanagement:

Von Christoph Seeger
25. April 2017

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Die ersten beiden Zeilen aus Goethes Gedicht "Das Göttliche" sind weltbekannt. Vielen Führungskräften dürften sie häufiger in den Sinn kommen, wenn sie an ihre Rolle im Unternehmen denken. Denn die Anforderungen an Managerinnen und Manager sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Die unterstützende Führungskraft gilt als Ideal. Und Gelegenheiten, seine Hilfsbereitschaft unter Beweis zu stellen, gibt es viele. Wir ertrinken förmlich in E-Mails, ein Meeting jagt das nächste, und immer will jemand etwas von uns: Ein Mitarbeiter verlangt Feedback, eine Kollegin braucht Hilfe bei der Vorbereitung ihrer Präsentation, der Leiter einer anderen Abteilung will Sie in ein wichtiges Projekt einbinden, ihr Chef erinnert daran, dass Sie sich im Mentoringprogramm stärker engagieren sollten, und die unbeantworteten Anfragen aus Ihrem Netzwerk können Sie schon lange nicht mehr zählen.

Wer immer nur gibt, kann irgendwann nicht mehr und schadet dann nicht nur sich selbst, sondern oft auch den Menschen, denen er helfen wollte. Burn-out aus Hilfsbereitschaft (oder: "Generosity Burn-out") nennen die Autoren unserer Titelgeschichte dieses Phänomen. Wharton-Professor und Bestsellerautor Adam Grant und sein Koautor Reb Rebele bleiben in Ihrem Beitrag aber nicht bei der Diagnose stehen.

Sie erklären vielmehr, wie Manager ihre Zeit und Kraft so klug einteilen, dass sie selbst nicht auf der Strecke bleiben (Schwerpunkt Burn-out ab Seite 21).

Es gibt einen Riesenhype um das Thema Blockchain. Wahr ist sicher, dass die neue Technologie das Zeug dazu hat, das Wirtschaftsleben zu revolutionieren. Wahr ist aber auch, dass das noch einige Jahre dauern wird. Was Sie heute schon wissen müssen, um das nächste große Ding nach dem Internet nicht zu verpassen, lesen Sie in "Blockchain Business" ab Seite 62.

Feedback ist willkommen. In unserem "Schwerpunkt Kunden" warnt der frühere Procter-&-Gamble-Chef A. G. Lafley Markenartikler vor einem Bruch mit der Vergangenheit. Gute Marken sollten nur behutsam weiterentwickelt werden. Wir haben besonders darauf geachtet, das Bewährte auch im neuen Look zu erhalten. Bitte lassen Sie uns wissen, ob das aus Ihrer Sicht gelungen ist, und schreiben Sie uns, wie Sie den neuen Harvard Business Manager finden.



Burn-Out vermeiden


So unterstützen Sie Mitarbeiter, Kollegen und Chefs, ohne sich ausnutzen zu lassen


Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.
Artikel
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