"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne"

22. Dezember 2016
Illustration: Filip Fröhlich ; Foto: Ulrich Baumgarten / Vario Images

2. Teil: Moya Doherty

Moya Doherty ist eine irische Unternehmerin, Filmproduzentin und Miterfinderin von "Riverdance", einer irischen Tanz- und Bühnenshow.

"I can't understand why people are frightened of new ideas. I'm frightened of the old ones."
John Cage

Meine ganz persönliche Strategie? Folge deinen Träumen, arbeite hart, akzeptiere kein Nein. Und diese drei Dinge gelten meiner Ansicht nach insbesondere für Frauen. Selbst die Medien- und Filmbranche, in der ich zu Hause bin, ist noch immer stark männerdominiert. Gewiss, die Dinge sind inzwischen in Bewegung geraten, aber noch immer fühlt sich das Frausein in der Wirtschaftswelt anders an. Das bestätigte auch eine Umfrage, die ich unter weiblichen Führungskräften bei Raidió Teilifís Éireann (RTÉ), der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Irlands, durchgeführt habe. Das Ergebnis überrascht mich nicht: Ich selbst bin in den 50er Jahren geboren, meine Mutter war damals noch gezwungen, ihren Beruf an den Nagel zu hängen, weil verheirateten Frauen das Arbeiten untersagt war. Das ist noch nicht lange her. Kultureller Wandel folgt seiner eigenen, sehr gemächlichen Strategie.

Wenn ich mir ein Ziel in den Kopf gesetzt habe, versuche ich mein Umfeld vor allem durch meine Leidenschaft dafür zu begeistern. Ich weiß, dass solche Bemerkungen Zyniker auf den Plan rufen, aber denen halte ich den Erfolg von Riverdance entgegen. Hätten Sie in mich investiert, wenn ich Ihnen gesagt hätte, dass ich eine Bühnenshow mit steppenden Iren in die Welt bringen will und dass ich fest davon überzeugt bin, dass das Millionen begeistern wird? So etwas gelingt einem nur, wenn man eine Vision hat und diese mit einer großen Portion Leidenschaft vorträgt.


Strategie


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