So sprengt Porsche die gläserne Decke

Strategie:

Von Helene Endres
10. Januar 2017
Getty Images

"Wir wollen die Besten bei Porsche haben. Da wäre es fahrlässig, sich nicht verstärkt um die Frauen zu kümmern", sagt Porsche Personalvorstand Andreas Haffner. Sein Mittel zum Zweck: Eine Quote.

Bei Porsche gilt seit 2012 ein kaskadenartiges Beförderungsmodell: Der Konzern ermittelt in jedem Ressort, wie viele Frauen sich unter den leitenden Angestellten befinden. Dieser Anteil muss es auch auf die Managementebene schaffen. In Ressorts mit mehr Frauen, zum Beispiel im Finanzbereich, ist die Quote also höher als in denjenigen mit einem niedrigen Frauenanteil, wie beispielsweise der Entwicklung.

So soll verhindert werden, dass Frauen an der gläsernen Decke scheitern - und männliche Kollegen sich demotiviert abwenden. Durch das Modell wird erreicht, dass das, was wächst, auch weitergegeben wird ins Management. "Projekt Chancengleichheit" heißt das intern.

Nach vier Jahren sprechen die Zahlen für die Strategie. Der Frauenanteil in den ersten drei Managementebenen unterhalb des Vorstands ist signifikant gestiegen, die Zahl der Frauen hat sich dort durchschnittlich mehr als verdoppelt.

Trotzdem ist das Thema kein Selbstläufer: Vorstand Haffner diskutiert immer noch mit Mitarbeitern über die Relevanz von Diversität, neue Maßnahmen werden entwickelt und umgesetzt. "Wir brauchen den permanenten Dialog", so Haffner. "Für manche Unternehmen mögen viele dieser Maßnahmen ein alter Hut sein - für uns als über die Jahrzehnte sehr männerdominierter Sportwagenhersteller ist es aber ein großer Schritt."


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Helene Endres
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    Helene Endres ist Redakteurin beim Harvard Business Manager.
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