Kein Platz für Nieten

Führung:

Von Robert Sher
16. Juni 2014
Getty Images

Um mittelständische Unternehmen aufzubauen, darf sich das Managementteam keine Schwäche erlauben. Schon ein ineffektives Mitglied schwächt die Fähigkeit des Unternehmens, große Probleme anzugehen. Allerdings ist es aus drei Gründen sehr schwer, ein durchgängig starkes Führungsteam aufzubauen: Loyalität zu den amtierenden Managern, fehlender Nachwuchs und CEOs, denen in vielen Bereichen die Erfahrung fehlt.

Das Problem schlechter Führung gibt es zwar auch in großen Unternehmen - die können den einen oder anderen schlechten Manager aber allein aufgrund der Größe der Führungsteams besser verkraften.

In einem mittelständischen Unternehmen wäre das ein unverzeihlicher Fehler, der zu Umsatzrückgang führen kann - etwa wenn der Vertriebschef seinen Job nicht richtig macht, sich nicht um die Kunden kümmert oder sich in Mikromanagement ergeht.

Darum muss der CEO persönlich dafür sorgen, dass genügend talentierte Führungskräfte im Unternehmen ausgebildet werden und er ein Netzwerk zu externen Talenten pflegt. Nur so können Manager bei Bedarf schnell ersetzt werden.

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Kommentare
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jelly1 - fraenzchen 16.06.2014

ich bin überzeugt das unser heutiges Problem darin besteht das sog. Manager weder vom Fach etwas verstehen noch Erfahrungen einbringen können ! es gibt überhaupt zuviele Manager in allen Bereichen die man nicht braucht, das heisst der Chef/CEO oder wie auch immer hat auch kein Fachwissen und will nur gelinkte Zahlen für die Shareholder bringen um zu überleben ! ? entscheidend in Führungspositionen ist immer Soziale Kompetenz, Fachwissen und die Erkenntnis das der Kunde König ist, trotzdem ist aber die Kenntnis des MARKTES von größter Bedeutung ! ein wirklich guter Chef weiss also das Kunden und Mitarbeiter eine Einheit sein müssen !

weberhan 17.06.2014

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen: Das Problem sind nicht die Gründer eines Unternehmens sondern die darauf folgende Managergeneration. Beispiel Vertrieb: Aus einem Vertriebsteam von 4 Damen und einem Herren wird ein "Vertriebsleiter" gesucht. Es wird natürlich der Herr. In der Folge verliert das Unternehmen über drei Jahre mehr als 50 Millionen Umsatz, da der Kollege wie es im Bericht so schön heißt "Micromanagement" aufgeht und Zahlen analysiert als vertrieblich neue Impulse zu setzen oder die Neukundenakquise anzugehen. Ach ja - ich bin übrigens auch ein Mann. Der Nachfolger, den wir als dringende Notwendigkeit als Ablösung eingebracht haben, hat den Umsatzausfall in knapp 9 Monaten wieder aufgeholt und sorry, es war wieder ein Mann :-). Harald Weber - Unternehmensberater

stefan.sell 17.06.2014

Das ist wie bei Ronaldo & Co.: Wenn die Mannschafstleistung nicht passt, dann wird man früher oder später vom Wettbewerb überrollt und nix war's mit der (hidden) Championship. Also, wenn die Strategie nicht passt, die Prozesse nicht funktionieren und die Kultur nicht stimmt, dann kann auch der beste Manager nichts ausrichten. Und umgekehrt leider ebenso. Im Mittelstand folgt der Donner dem Blitz eben nur etwas schneller. Deshalb ist das Zusammenspiel der Führungsmannschaft auch ungleich wichtiger.

kepheus250 17.06.2014

Der Artikel von Herrn Sher ist meiner Meinung nach nicht würdig hier im Harvard Business Manger zu erscheinen und was sich die Redakteure dabei gedacht haben verstehe ich nicht, außer Herr Sher ist ein Lobbyist sämtlicher CEOs und diese lesen nun mal den Harvard Business Manger. Wenn das ganze so einfach wäre, warum finden die CEOs nicht die richtigen Personen? Wie kann man jemand 3 Jahre im Vertrieb tätig lassen, der einen 50 Millionen Umsatzeinbruch angeblich zu verantworten hat? Es gibt in der Industrie genug Beispiele von Unternehmer/CEOs (keine Weitsicht, verliert die Bodenhaftung, keine Vision, falsche Innovationsentscheidung........) als auch Manager die Ihren Job nicht machen und es dann nur auf den Manager zu scheiben wäre zu einfach. Hier hat jemand die grundsätzlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstanden und ich stimme dem Kommentar von Herrn "stefan.sell" zu: "......wenn die Strategie nicht passt, die Prozesse nicht funktionieren und die Kultur nicht stimmt, dann kann auch der beste Manager nichts ausrichten......."

MarcoHass 17.06.2014

Auch ich finde den Artikel mit seinen Annahmen, Herleitungen und Erkenntnissen schlecht! Da bin ich wirklich Besseres von HBM gewohnt! War bestimmt nur ein Ausrutscher..... Ach ja: Das Buch des Artikelautors, dass noch geschrieben wird, kaufe ich auch nicht.

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