Konzernwebseiten häufig zu oberflächlich

24. April 2014
[M] Harvard Business Manager

2. Teil: Selten gibt es ein einheitliches Gesamtbild

Der Servicegedanke, wie im Produktmarketing üblich ist, ist bei den Personaler jedoch noch nicht so ausgeprägt: Tipps zur Bewerbung geben nur 27 Prozent der Unternehmen, darunter zum Beispiel die Deutsche Telekom.

Bilder statt Argumente

Verbesserungswürdig ist die Darstellung der Nachhaltigkeitsbestrebungen. Hier werden häufig schöne Bilder gezeigt - doch konkrete Informationen liefern nur wenige Unternehmen wie Henkel oder RWE. 33 Prozent der untersuchten Websites nennen gar keine konkreten Ziele und 38 Prozent schweigen sich darüber aus, wie ihre im Nachhaltigkeitsbericht formulierten Ziele erreicht werden sollen. Auch Kennzahlen zum gesellschaftlichen Engagement stellen nur 38 Prozent der Unternehmen zur Verfügung. Eine Liste mit Fragen und Anworten zum Thema Soziale Verantwortung bieten nur 8 Prozent der Unternehmen an. Vorbildlich setzt das der Studie zufolge Henkel um.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich zwar sehr viel zum Positiven verändert habe. Doch fehle es vielen Unternehmenswebsites an einem einheitlichen Gesamtbild. Dass die einzelnen Bereiche von unterschiedlichen Abteilungen zusammengestellt werden, wird an der unterschiedlichen Qualität der Inhalte deutlich. Obwohl zunehmend Tablets und Smartphones genutzt werden, versäumen es außerdem viele Unternehmen, ihre Webseiten entsprechend anzupassen.

Die Top Ten des Corporate Benchmarks 2014
Platz Unternehmen Anzahl Punkte von 1000 möglichen
1 RWE AG 794
2 Deutsche Post AG 775
3 Henkel AG & Co. KGaA 748
4 Siemens AG 734
5 Robert Bosch GmbH 728
6 Daimler AG 721
7 Bertelsmann AG 713
8 BASF SE 711
9 Bayer AG 710
10 TUI AG 698
Quelle: Netfederation GmbH
Zum Autor
Michael Leitl ist Redakteur des Harvard Business Managers.

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Kommentare
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Thomas Veitengruber 09.05.2014

Besonders wichtig ist m.E. die Ableitung der Kommunikation von übergeordneten strategischen Zielen, um einzelne Zielsetzungen und Maßnahmen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen stimmig darzustellen. Dann kann auch noch etwas Anderes gelingen: Das Zusammenspiel von Webauftritt, Kampagnen und Produkt-/ Leistungsangebot ist zur Bildung einer starken Marke wichtiger den je.

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