So sprengen Sie Branchengrenzen

Internet der Dinge:

Von Michael Leitl
9. Mai 2017
Getty Images

Im Vergleich zu herkömmlichen Produkten ist der Funktionsumfang intelligenter, vernetzter Produkte höher. Mit ihren smarten Eigenschaften sprengen sie die traditionellen Produktgrenzen. Der Produktwandel revolutioniert die Wertschöpfungsketten und zwingt die Unternehmen, praktisch alles, was sie tun, zu überdenken - von der Konzeption ihrer Produkte über die Herstellung, den Betrieb und die Wartung bis hin zum Aufbau und zur Absicherung der nötigen IT-Infrastruktur.

Diese Veränderungen beeinflussen alle strategischen Entscheidungen: Wie sollen Wertschöpfung und Werterschließung funktionieren? Wie sollen Unternehmen mit traditionellen und neuen Partnern zusammenarbeiten? Und wie können sie in neu definierten Branchen ihre Wettbewerbsvorteile sichern? Viele Unternehmen werden sich die grundsätzliche Frage stellen müssen: "Was ist eigentlich unser Geschäftsmodell?"

Harvard-Professor Michael Porter und der Unternehmer James E. Heppelmann zeigen, dass das Internet der Dinge nicht nur den Wettbewerb innerhalb einer Branche verändert, sondern auch die Branche an sich erweitert. Dazu kommt es, wenn sich die Wettbewerbsgrundlage verschiebt - weg von einzelnen Produkten, hin zu intelligenten Systemen, die aus eng miteinander verknüpften Produkten bestehen. Diese Produkte sind alle in der Lage, Informationen autonom weiterzugeben und gegebenenfalls darauf zu reagieren.

Die Entwicklung geht aber noch weiter, wenn einzelne Systeme aufgrund ihrer Vernetzungsfähigkeit und Computerleistung zu übergeordneten Systemen von Systemen verbinden, wenn sie also mehrere Produktsysteme zusammenbringen.

Was diese Veränderungen für einen Traktorhersteller bedeuten können, zeigt die folgende Fotostrecke. Er kann sich zum Beispiel in einer erweiterten Branche wiederfinden, die alles Mögliche rund um die landwirtschaftliche Automatisierung umfasst: Wetterkarten, Sensoren für Regen, Feuchtigkeit und Temperatur sowie Saatdatenbanken und automatisierte Bewässerungssysteme.

Ein anderes Beispiel aus dem Bergbau zeigen die Autoren in folgendem Video. Die Steuerung der Fließbänder erfolgt nicht mehr vor Ort - sondern aus der sicheren Distanz.

Das Video zeigt, wie das Bergbauunternehmen Joy Global mit seinen vernetzten Maschinen die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Rohstoffabbaus dramatisch erhöhte. 7000 Sensoren kontrollieren die Leistung des Systems kontinuierlich.


Harvard-Professor Michael Porter und der Unternehmer James E. Heppelmann liefern in ihrem 27seitigen Beitrag einen Rahmen für die Strategieentwicklung und zeigten wie Wettbewerbsvorteile in einer intelligenten, vernetzten Welt funktionieren. In zehn Schritten erläutern sie, was Manager beachten müssen, um ihr Unternehmen sicher in die Zukunft zu führen.



Wie smarte Produkte den Wettbewerb verändern


HBM-Beitrag als PDF, 27 Seiten

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Michael Leitl ist Redakteur des Harvard Business Managers.
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