Fünf Tipps für die Präsenz in sozialen Netzwerken

Arbeitgebermarke:

Von Martin Weigert
17. Juli 2014
Getty Images

Nicht nur Einzelpersonen sollten sich genau überlegen, wie Sie im Netz wirken wollen. Die folgenden Regeln zeigen, was Arbeitgeber beachten sollten:

1. Grundlagen legen
Begeben Sie sich nur dann aktiv ins soziale Netz, wenn Sie genug über Dynamik, Dienste und Kommunikationsverhalten im Web 2.0 wissen. Schulen Sie beteiligte Mitarbeiter, erarbeiten Sie Richtlinien zu dem, was veröffentlicht werden kann, definieren Sie Freigabeprozesse neu. Will die Geschäftsführung jeden Beitrag vor der Veröffentlichung genehmigen, ist ein Dialog mit den Internetnutzern nicht möglich. Beteiligte Abteilungen (Personal, Kommunikation) sollten ihr Vorgehen gemeinsam planen.

2. Image überprüfen
Das Netz macht Sie so transparent wie nie zuvor. Daher sollten Sie kontinuierlich das Image Ihres Unternehmens im Web 2.0 überwachen. Was sagen ehemalige, aktuelle und potenzielle Mitarbeiter in Netzwerken wie Facebook, Xing und Linkedin, auf Bewertungsportalen wie Kununu oder in Twitter und anderen Blogs über Sie?

3. Markenversprechen anpassen
Sammeln und analysieren Sie die gewonnenen Informationen. Welche Arbeitgeberqualitäten werden Ihnen nachgesagt, was wird häufig kritisiert? Schwächen werden früher oder später publik. Bestreiten Sie nicht offensichtliche Probleme, sonst wecken Sie schlafende Hunde und haben dann das ganze Web gegen sich. Zeigen Sie Einsicht, entschuldigen Sie sich, und verbessern Sie möglichst kritisierte Punkte. Eventuell müssen Sie auch Ihr Markenversprechen als Arbeitgeber verändern, falls es nicht mehr zu dem Bild passt, das die Öffentlichkeit von Ihnen hat. Identifizieren Sie die Kanäle, über die Sie die für Sie attraktiven Bewerber am besten erreichen können.

4. Dialog beginnen
Binden Sie potenzielle Bewerber durch Mikro-Blogs bei Twitter, Facebook-Seiten und Gruppen bei Xing oder Linkedin an sich. Verbreiten Sie nicht nur Verlautbarungen, sondern kommunizieren Sie mit den Nutzern. Erlauben Sie Einblicke in den Arbeitsalltag über Unternehmens-Blogs, Videos oder Twitter. Ermuntern Sie Mitarbeiter, sich im Web authentisch über Sie zu äußern - ohne Zwang, nur Positives zu berichten; die Nutzer im Internet reagieren sehr empfindlich auf Zensurversuche. Sie können der Belegschaft nur schwer verbieten, sich in Netzwerken über ihre Arbeit zu äußern, da die Grenze zwischen Beruf und Privatleben fließend ist. Zu restriktive Regeln können sich rächen, sobald ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und dann Negatives über Sie bei Twitter & Co. verbreitet.

5. Erwartungen anpassen
Durch ein Engagement in sozialen Netzwerken werden sich wichtige Personalkennzahlen nicht in kurzer Zeit verbessern. Markenpflege im Web braucht einen langen Atem. Fragen Sie sich, was es langfristig für Ihre Arbeitgebermarke bedeuten würde, wenn Sie das Social Web ignorierten.

Was Arbeitgeber darüber hinaus tun können, lesen Sie in folgendem Beitrag von Martin Weigert: Tipps für Chefs und Personaler


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Zum Autor
Martin Weigert war über drei Jahre Projektleiter und Redakteur beim Employer-Branding Spezialisten Universum, der durch seine Rankings zum beliebtesten Arbeitgeber bekannt geworden ist. Heute ist er Redakteur für netzwertig.com. Folgen Sie ihm unter @martinweigert.

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