Vertraue mir

Führung:

7. Januar 2014

Vertrauen zu schaffen ist die oberste Priorität, schreibt Jim Dougherty, ein früherer CEO und Unternehmensgründer sowie Lehrkraft an der MIT Sloan School of Management. Egal ob eine kleine oder eine große Abteilung, ein Unternehmen oder eine Pfadfindergruppe. Die oberste Aufgabe, die man als Chef erhält, ist Vertrauen zu schaffen. Denn ohne Vertrauen sei es sehr unwahrscheinlich, dass man die Wahrheit darüber herausfindet, was zum Beispiel bei einem Unternehmen, einer Organisation oder im Markt los ist.

Wie aber baut man Vertrauen auf? Doughertys Rat ist einfach: So viel Zeit wie möglich mit so vielen Mitarbeitern wie möglich verbringen. Das Ziel: Informationen sammeln. Vielen Führungskräften sei dieser Ansatz jedoch fremd, sie sähen ihre Aufgabe eher als Regisseur, sprich Aufgaben verteilen und Informationen geben.

Dougherty berichtet hingegen von seinem ersten Tag beim Unternehmen Intralinks, das damals ins Straucheln geraten war. Sein Weg herauszubekommen, was schief lief, ging nicht ohne das Vertrauen der Mitarbeiter. Es koste zwar Zeit, sich mit vielen Angestellten zu treffen, aber auch wiederum nicht so viel, wie man anfangs vielleicht erwarte, schreibt er. Nach einigen Wochen hätte er Lösungen gefunden, die er in kleinen Gruppen besprach, wobei er immer unterstrich, wie wichtig das Feedback sei. Am Ende sei nicht nur der Umsatz gestiegen, auch andere Faktoren hätten sich erheblich verbessert. Ehrlicher Dialog mit dem Schlüsselpersonal sollte deshalb oberste Priorität jeder neuen Führungskraft sein, so sein Fazit.

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