Ehrlich und emotional - die neue Führung

Editorial:

Von Christoph Seeger
16. Februar 2016

Wenn es um den idealen Arbeitsplatz geht, kommen viele Themen zur Sprache: Bekanntheit und Image des Unternehmens, Coolness der Produkte, eine Strategie, mit der man sich identifizieren kann, Firmensitz, Sozialleistungen, Möglichkeiten zur Heimarbeit und vieles mehr. Ein Aspekt bleibt oft ungenannt: Wie steht es um die emotionale Kultur des Unternehmens? Wie gehen die Führungskräfte mit den Gefühlen der Mitarbeiter um?

Warum Antworten auf diese Fragen so wichtig sind, erklären die Wissenschaftler Sigal Barsade und Olivia O'Neill anschaulich in ihrem Beitrag "Motor für die Leistung" (ab Seite 20). Sie eröffnen damit unseren Schwerpunkt "Faktor Mensch". Auf über 40 Seiten beschäftigen sich unsere Experten darin mit den häufig geschmähten Soft Skills der Manager. Warum Führungskräfte sich kritisch mit diesen weichen Fähigkeiten auseinandersetzen müssen, schildert Ute Frevert, Direktorin am Max-Planck-Institut. Sie warnt: "Wenn Vorgesetzte Süßholz raspeln, werde ich nervös" (ab Seite 32). Viele Tipps zum besseren Umgang miteinander bietet auch der anschließende Text von Managementforscher Adam Waytz "Die Grenzen der Empathie" (ab Seite 36).

Durch ausufernde Teamarbeit können ausgerechnet die engagiertesten Mitarbeiter ausbrennen. Wharton-Professor Adam Grant und seine Koautoren sagen, was zu tun ist, wenn "Zu viel auf dem Zettel" steht (ab Seite 44). Ehrliche Kommunikation zahlt sich aus, so James Detert und Ethan Burris in ihrem Beitrag "Auf ein Wort" (ab Seite 52). Eine These, die Thomas Tomkos, Deutschland-Chef der Personalberatung Russell, in seinem Kommentar "Emotional verkümmert" nur bestätigen kann (ab Seite 62).


Faktor Mensch


Was Manager tun müssen, damit ihre besten Mitarbeiter nicht ausbrennen


Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.

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