Computer, was soll ich tun?

Automatisierung:

6. Oktober 2015
Getty Images

Bisher dienten Computer vor allem dazu, Menschen aus Ihren angestammten Tätigekeitsbereichen zu verdrängen. Je intelligenter die Maschinen werden - so die herrschende Meinung -, desto weniger Arbeit bleibt für ihre menschlichen Wettbewerber. Studien gehen davon aus, dass Computer bald auch viele Aufgaben von gut ausgebildeten Wissensarbeitern übernehmen.

Die derzeitige Automatisierungswelle ist daher beunruhigender als frühere. Wenn Maschinen zunehmend selbst entscheiden können, werden die Rückzugsgebiete für Menschen immer kleiner.

Die Automatisierung lässt sich in drei Phasen aufteilen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Jobs Maschinen jeweils übernommen haben:

Erste Ära - 19. Jahrhundert
Maschinen übernehmen gefährliche und schmutzige Tätigkeiten - technische Apparaturen wie der Webstuhl oder die Baumwollpflückmaschine entlasten Menschen von beschwerlicher Arbeit.

Zweite Ära - 20. Jahrhundert
Maschinen übernehmen langweilige Aufgaben - automatisierte Schnittstellen, etwa Airline-Check-ins oder Callcenter, entlasten Menschen von Routinearbeiten und lästigen Bürotätigkeiten.

Dritte Ära - 21. Jahrhundert
Maschinen übernehmen Entscheidungen - intelligente Systeme, etwa für die Preisfindung bei Flugtickets oder die Interaktion mit Menschen (zum Beispiel der "Watson" von IBM), treffen schnell und zuverlässig bessere Entscheidungen als Menschen.

Doch es gibt Hoffnung, wenn wir Computer nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung begreifen. Statt zunehmender Automation ist wachsende Augmentation das Ziel: Menschen nutzen Maschinen dazu, sich mehr als bisher auf ihre Stärken zu konzentrieren.


Wie Menschen auch weiterhin ihren Platz in der Arbeitswelt finden, beschreiben Thomas H. Davenport und Julia Kirby in ihrem Beitrag "Dein Freund, der Roboter". Sie stellen fünf Strategien vor, mit denen das gelingen kann: Sie reichen von der Suche nach besserer Spezialisierung bis zur Ausbildung neuer Fähigkeiten, über die Computer (noch) nicht verfügen.


Dein Freund, der Roboter

Von Thomas H. Davenport und Julia Kirby

HBM-Beitrag als PDF, 10 Seiten

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