Von Nancy Duarte
In vielen Unternehmen sind Präsentationen eine Qual für alle Beteiligten. Das liegt oft an wenig durchdachten und überladenen Folien. So wird Ihre nächste Präsentation zum Erfolg. Mit Beispielen für gute und weniger gelungene Folien.
Bei einer Präsentation kann Ihr Publikum nicht zuhören und gleichzeitig detaillierte, textlastige Folien lesen (zumindest nicht, ohne wichtige Teile Ihrer Botschaft zu verpassen). Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Folie den von mir so bezeichneten "Augenschein-Test" bestehen: Die Leute sollten in der Lage sein, die Folie innerhalb von drei Sekunden nachzuvollziehen.
Sie sollten Ihre Folien als Reklametafel verstehen: Wenn Menschen mit dem Auto unterwegs sind, dann konzentrieren sie sich in der Regel auf die vor ihnen liegende Straße. Werbetafeln am Rande der Straße schauen sie nur für sehr kurze Zeit an. Genauso sollte sich Ihr Publikum genau darauf konzentrieren, was Sie zu sagen haben. Es sollte nur einen kurzen Blick auf Ihre Folien werfen und sich dann wieder mit voller Konzentration Ihnen und Ihrer Botschaft zuwenden.
Halten Sie es einfach
Studien zeigen, dass Menschen am effektivsten Zusammenhänge verstehen, wenn Folien frei von irrelevanten Wörtern, Grafiken, Animationen oder Sounds sind. Viele zusätzliche Features reduzieren tatsächlich den transportierten Inhalt, weil sie als Ablenkung wirken. Sie überfordern die kognitiven Ressourcen des Publikums.
Sie sollten also einen sehr guten Grund haben, wenn Sie zusätzliche Elemente auf Ihre Folien bringen möchten: Benötigt Ihr Publikum wirklich auf jeder Folie das Logo Ihres Unternehmens um nicht zu vergessen, für wen Sie arbeiten? Trägt diese hübsche geschwungene blaue Linie in irgendeiner Weise zu Ihrer Botschaft bei? Wenn nicht, raus damit. Dasselbe gilt für Text. Halten sie es kurz und übersichtlich. Nutzen Sie eine möglichst große Schrift, damit auch die Leute in der letzten Reihe die Folien lesen können.
Es ist auch wichtig, dass Sie innerhalb Ihrer Folien einen konsistenten visuellen Stil beibehalten. Wählen Sie eine Schriftart aus - maximal zwei. Nutzen Sie die selben Farben bei allen Ihren Folien (und beschränken Sie sich dabei auf drei komplementäre Farben, zuzüglich ein paar neutrale Farbtöne, wie grau oder ein blasses blau). Fotos sollten von nur einem Fotografen stammen oder zumindest so aussehen. Dasselbe gilt für Illustrationen.
Bitte lesen Sie den Artikel in der Fotostrecke weiter - dort finden Sie fünf Gestaltungstipps für gelungene Folien.
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