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13.06.2012

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Die rote Schleife im Netz

Von Michael Trautmann

2. Teil: Mehr Klicks, mehr Spendengeld

Jeder, der im Kampf gegen HIV und Aids seinen Beitrag leisten will, kann das tun - mit dem Erwerb seiner eigenen .hiv-Domain, ob weltweiter Internetkonzern, Pharma-Hersteller, kleines Familienunternehmen oder Privatperson. Die Inhalte der Seite können neu sein und spezielle Informationen zum Thema enthalten - oder sie sind die gleichen wie auf den schon existierenden .com oder .de Seiten.

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Inhalt
Ein weiterer Vorteil der digitalen Roten Schleife ist die besondere Einbindung der gesamten Internet-Community: Das durch den Verkauf der Domain-Endung generierte Geld wird durch Klicks auf .hiv-Seiten in winzigen Beträgen freigegeben und an HIV-Projekte aus der ganzen Welt verteilt. Wie und wo, auch darüber können die Internetuser abstimmen.

Langer Atem

Der Erwerb einer neuen-Top Level-Domain erfordert einen langen Atem. Neben den Antragsgebühren, die bei 185.000 US-Dollar liegen, muss der Bewerber nachweisen, dass er in der Lage ist, die Domain auch langfristig zu betreiben. Der Bewerbungsgprozess und die zu erbringenden Nachweise sind bürokratisch und umfangreich. Aber mit der Hilfe ihrer Partner konnte die gemeinnützige Initiative dotHIV alle diese Hindernisse meistern.

  • Die Kreativagentur kempertrautmann ist pro bono-Partner für die Kommunikation und bringt umfassende Kampagnenerfahrung für gemeinnützige Zwecke mit (unter anderem "Du bist Deutschland", "Deutschland findet Euch").
  • Die gemeinnützige Aktiengesellschaft gut.org und ihre Spendenplattform betterplace.org stellen die Technologie der leistungsstarken Onlineplattform kostenfrei für die Vergabe der Spendengelder zur Verfügung. Außerdem unterstützen sie dotHIV mit Know-how und einem Netzwerk aus dem sozialunternehmerischen Sektor.
  • Wichtiger Teil der Initiative sind außerdem eine Reihe von Business Angels, die an die revolutionäre Kraft der Idee glauben und Beträge von mindestens 25.000 Euro investiert haben - ohne Aussicht auf eine spätere Rendite.

Die über 200 Seiten umfassende Bewerbung für .hiv ist abgegeben - ICANN prüft nun die Bewerbung in einem mehrstufigen Verfahren. Bei einem positiven Entscheid können die ersten .hiv Domains vielleicht im Sommer 2013 online gehen.

Wozu also neue Top-Level Domains? Weil sich mit ihnen kreative Spielräume im Netz erweitern, weil sie Vertrauen schaffen, Interessen bündeln und sie neu kanalisieren können. Und weil sich mit ihnen vielleicht sogar die Welt ein kleines Stück besser machen lässt.

Weitere Informationen:

Website der gemeinnützigen Initiative dotHIV,

Facebook-Auftritt und

Twitter-Account

Blättern: Teil 2 / 2

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