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17.02.2012

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Manager brauchen Storys

Von Lutz Becker

Vergessen Sie dicke, nüchterne Berichte, nicht enden wollende Powerpoint-Vorträge oder langweilige Reden voller Plattitüden. Manager, die wirken wollen, packen Fakten und Argumentation in eine Erzählung. Diskutieren Sie mit.

Wenn ich eine Auszeit brauche, ziehe ich mich gerne für ein paar Tage auf eine der Nordseeinseln zurück. Am liebsten nach Borkum. Dort kann im Winter nach einem langen Spaziergang die Gedanken ordnen oder im Sommer im Strandkorb ein Buch lesen. Kürzlich fiel mir wieder eines meiner Lieblingsbücher in die Hände. Genauer gesagt musste ich das inzwischen dritte Exemplar kaufen, weil ich bereits zwei im Laufe meines Lebens verschlissen habe.

Das Rätsel der Sandbank: Eine spannend erzählte Geschichte, die eine wichtige Aussage transportiert.
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Das Rätsel der Sandbank: Eine spannend erzählte Geschichte, die eine wichtige Aussage transportiert.

© Corbis
Der Autor des Buches ist Erskine Childers. Er machte sich als irisches Mitglied im britischen Unterhaus Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend Sorge über die Aufrüstung des wilhelminischen Reiches. Daher fragte er sich, ob er einen Bericht für das englische Unterhaus verfassen sollte. Childers war sehr wohl bewusst, das kaum jemand ein solches Pamphlet lesen, geschweige denn ihm Glauben schenken würde. Ihm war von vornherein klar, dass die ganze Arbeit für die Katz gewesen wäre.

Also veröffentlichte er im Jahr 1903 statt eines strohtrockenen parlamentarischen Berichtes eine wunderschöne Erzählung über die Reise zweier Männer in einem kleinen Segelboot entlang der deutschen Nordseeküste. Die beiden Segler bekommen von dem Invasionsplan des deutschen Militärs Wind und geraten in ein Spionageabenteuer.

"Das Rätsel der Sandbank" ("The Riddle of the Sands") ist nicht nur eine der schönsten und dichtesten Beschreibungen der ostfriesischen Inselwelt, das Buch ist auch einer der ersten Spionageromane der Geschichte.

Das Werk wurde schnell zum Bestseller. Historiker sind sich heute weitgehend einig, dass die Stimmung, die dieses kleine Buch in der britischen Bevölkerung schürte, wesentlich zur Intervention der Briten im Ersten Weltkrieg beitrug.

Wenn Führungskräfte erzählen

Wer führen und Menschen bewegen will, muss Geschichten erzählen können. Das gilt umso mehr, je komplexer Mitarbeiter und Stakeholder die Welt empfinden. Das ist so im Internet genau so wie von Angesicht zu Angesicht. Das trifft auf dem Wochenmarkt wie im Big Business zu, in zwischenmenschlichen Beziehungen wie in der Politik.

Unternehmen wie Daimler, Facebook oder Apple werden nicht müde, ihre Gründerlegenden in immer wieder neuen Facetten darzustellen. Auch Markengeschichten haben ihren ganz eigenen Stil. So erzählt Coca-Cola die Geschichte von Frische und Freiheit oder Persil verbreitet die blendendweiße Illusion der guten Hausfrau. Und manchmal wird selbst die profane Tropenfrucht zur Flugananas und die ganz normale Kirsche bekommt den Namen Piemont-Kirsche.

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FORUM

insgesamt 6 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.06.2012 von Unregistriert: Auf den Punkt gebracht

Die Beitraege von Herrn Milz und Lutz Diplomand finde ich treffend. Mich hatte das Thema Vereinfachung von Bueroprozessablaeufen und Leidenschaft zum Beruf ebenfalls sehr bewegt. Deshalb habe ich kurzerhand 12 kleine Geschichten hierzu erfunden. Ich dachte das praegt sich ein. Wichtig war mir der Gesamtbetriebsablauf in einem gesunden Unternehmen. Unter www.Literaturfenster.de "Buerogeschichten - Die neue Unternehmenskultur" Fuer alle die [...] mehr...

20.02.2012 von Lutz, Diplomand: Geschichten gehen viel weiter...

Sind wir doch ehrlich, unsere ganze Welt besteht aus Geschichten. Die Werbung um die Ecke, die Firma, die eigene Familie, wir selbst. Darüber hinaus können Geschichten vielmehr als nur Werte der Führungsspitze vermitteln. Die Geschichten, die sich die Mitarbeiter tagtäglich in der Cafeteria oder auf dem Flur erzählen. Fragen Sie sie! Sie werden schnell und unkompliziert ein Abbild ihrer Firma erhalten. Wer fühlt sich wohl, was läuft gut, was läuft [...] mehr...

20.02.2012 von Unregistriert: Es ist so einfach

Alles im Leben ist einfach, man frage sich bei jeder Geschichte, wen will ich erreichen, wer soll mir zuhören und was bewegt diese Menschen. Bilder sind wichtig, denn bei jeder Geschichte findet sich der Zuhörer in dieser Geschichte wieder, oder eben nicht. Was den meisten fehlt ist nur Leidenschaft und damit ist man am Punkt des ganzen. Wenn man mit Leidenschaft zu einer Geschichte steht, mit Leidenschaft zu einer Sache oder einer Leistung, dann kann ich [...] mehr...

19.02.2012 von mayconsult: Persönlichkeit und Geschichte entscheiden

Schon aus der Rhetorik ist bekannt, dass man bei Überzeugungs- oder Handlungsreden nicht PP einsetzen soll, sondern ausschließlich die eigene Person und die Kraft des gesprochenen Wortes. Das ist nicht einfach, aber Untersuchungen zeigen, dass Sachargumente bei einer Entscheidung nur einen kleinen Prozentsatz ausmachen. Persönlichkeiten (analog auch Produkte) bzw. deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entstehen fast nur durch Geschichten und Anekdoten. [...] mehr...

17.02.2012 von Unregistriert: Erzählungen statt Bilder

Oft wird die Botschaft in plakative Bilder verpackt. Jedes Bild 'hinkt' allerdings früher oder später. Erzählungen hingegen bringen bereits den passenden Rahmen mit. mehr...

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Lutz Becker
Handbuch Project Management Office
Symposion Publishing GmbH, April 2012, 482 Seiten, 69,00 Euro.

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Lutz Becker, Holger Hakensohn, Frank H. Witt
Unternehmen nachhaltig führen: Führung, Verantwortung und Nachhaltigkeit im Management.
Symposion Publishing GmbH, März 2012, 496 Seiten, 69,00 Euro.

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Lutz Becker, Walter Gora, Matthias Uhrig
Informationsmanagement 2.0: Neue Geschäftsmodelle und Strategien für die Herausforderungen der digitalen Zukunft.
Symposion Publishing GmbH, Januar 2012, 566 Seiten, 79,00 Euro.

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Lutz Becker
Führen in der Krise: Unternehmens- und Projektführung in schwierigen Situationen.
Symposion Publishing GmbH, August 2009, 396 Seiten, 59,00 Euro.

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