Von Dorothee Echter
2. Teil: Wie erfolgreiche Topmanager reagieren
Unangenehme Situationen gehören im Topmanagement ebenso zum Alltag wie überall im Leben. Je nachdem wie sie auf irritierende Ereignisse reagieren, können wir erfolgreiche von weniger erfolgreichen Topmanagerinnen und Topmanagern unterscheiden. Die erfolgreichen bieten mit dem eigenen professionellen Anliegen, der eigenen Mission unbeirrt Zuversicht, Zugehörigkeit und Orientierung.
Was zeichnet sie aus, wie verhalten sie sich?
Sie beziehen nichts Negatives, das sich ereignet, auf sich persönlich. "Die Inhaberin greift mal wieder ein? Na und? Steht ihr doch zu. So kann ich noch mehr üben, meine Autorität zu zeigen."
Sie reagieren meist überhaupt nicht auf Unangenehmes, sondern konzentrieren sich auf die eigene Intention. "Personalabbau? Erstmal die eigenen Vorhaben vorantreiben und abwarten, ob das Gerücht stimmt."
Sie wissen, weniges ist existenziell, brandgefährlich, höchst eilig, katastrophal. "Quartalsergebnis eingebrochen? Ein guter Grund, den neuen USA-Chef zu unterstützen!"
Sie sehen unangenehme Situationen und kleine Ungerechtigkeiten als normal, durchschnittlich, zufällig an, oder als entschuldbare Nachlässigkeiten anderer. "Der Aufsichtsrat lässt die Puppen tanzen? Okay, das hätte er auch vermeiden können. Aber immerhin können wir zeigen, wie gut wir sind."
Sie sehen sich selbst hartnäckig als privilegiert an statt als benachteiligt, und sie erreichen mit dieser Haltung am Ende Spektakuläres.
Wie gehen Sie mit unangenehmen Situationen um? Wie erleben Sie die Dramatiker im Management? Diskutieren Sie mit!
Ihr Beitrag, liebe Frau Echter, befasst sich mit der wichtigsten Herausforderung im Management überhaupt: mit dem richtigen und glaubwürdigen Umgang in schwierigen Situationen - in Konflikten, Krisen, aber auch bei schwierigen Entscheidungen. Dieses Thema ist und bleibt brandaktuell - in der Wirtschaft ebenso wie im Management der Politik oder gesellschaftlicher Institutionen. Gelassenheit ist dabei zweifellos ein wesentlicher Grundzug, der hilft, die [...] mehr...

