Das Ende der Suche

Neue Assistenzsysteme:

Von Mirjam Hecking
7. Juli 2014
DPA

Hamburg - Jemand, der einen an den Abflugtermin des Fliegers erinnert, der dafür sorgt, dass man Blumen für den Hochzeitstag parat hat und dann auch noch flugs die beste Bar der Stadt heraussucht - wer träumt nicht von einem Assistenten, der das alles für einen erledigt.

Eine Welt, wie sie Spike Jonze in seinem Film "Her" zeichnet, wo sich der Protagonist in sein Assistenzystem mit der Stimme von Scarlett Johansson verliebt, bleibt zwar auch weiter Fiktion. Doch die Assistenzsysteme sind im Kommen. Geht es nach den großen amerikanischen Technologiekonzernen, dürften derartige Dienstleistungen künftig Standard sein.

Nach Apples Siri und Google Now ist vor kurzem auch Microsoft mit einem eigenen Angebot an den Start gegangen, das das Leben seiner Nutzer erheblich vereinfachen kann - vorausgesetzt man gibt ihm Zugang zu seinen persönlichen Daten.

Cortana, die ihren Namen von einem künstlich intelligentem Charakter aus dem Computerspiel Halo hat, kann wie Siri von Apple natürliche Sprache verstehen. Sie ist in der Lage, einfache Fragen zu beantworten, an Termine zu erinnern und bei der Reiseplanung zu helfen. So kann sie - wie beispielsweise auch Google Now - zum Aufbruch mahnen, wenn der Weg zum Flughafen wegen eines Staus voraussichtlich länger dauert. Und sie nennt Alternativen, sollte der Flug gestrichen werden.

Man kann über sie Apps bedienen, Ruhezeiten programmieren, die nur von ausgewählten Kontakten durchbrochen werden können, und sie auf die Suche nach passenden Restaurants schicken. Cortana, Siri und Google Now brechen mit einem Prinzip, das über Jahre die Internetnutzung dominierte: Dem Durchpflügen des Netzes via Suchmaschinen.

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