Das Ende der Suche

7. Juli 2014
DPA

2. Teil: Revolution der Nutzeroberfläche - Auswahl auf Grund der Datenspur

Zwar tun die Assistenzsysteme im Grunde nichts anderes - Cortana greift beispielsweise auf Microsofts Suchmaschine Bing zurück, Google Now auf diverse Google Dienste. Doch statt auf eine Suchanfrage eine Reihe blauer Links zu präsentieren, wählen sie die ihrer Meinung nach passenden für den Nutzer aus.

Grundlage dafür ist die Datenspur, die wir stetig hinterlassen. Diese "Signale" wie sie in der Techwelt genannt werden, ermöglichen den Systemen, über uns und unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten "zu lernen" und auf dieser Grundlage, quasi vorausschauend, je nach Situation auf uns zugeschneiderte Angebote zu entwickeln.

Wie bei einer Amazon-Bestellung gleich ein ganzes Bündel anderer Produkte mitangeboten werden, dürften auch Smartphone-Nutzern künftig passende Dienste offeriert werden - je nach dem, wo sie sich befinden und was sie gerade tun.

Wer am besten vorausschaut, gewinnt

Auf Geschäftsreisen poppen dann beispielsweise Limousinen- oder Übersetzungsdienste auf, am Feierabend Kinotipps oder Restaurantempfehlungen. Und Dienstleister wie der Notiz-Cloudservice Evernote stellen ebenfalls - je nach Situation - die jeweils passenden Notizen bereit.

Nach Ansicht vieler Tech-Experten liegt genau darin die Zukunft. "Anstatt dass der Nutzer Informationen selbst suchen muss, finden Informationen den Nutzer ", fasste Microsoft-CEO Satya Nadella seinen Blick auf die Internet-Suche von morgen zusammen.

Microsoft-Entwickler Savas Parastatidis ist sogar davon überzeugt, dass künftig Assistenzsysteme unseren Umgang mit dem Netz dominieren werden. "Sie werden die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren, Informationen aufnehmen und Aufgaben lösen, ersetzen", sagt er.

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