Das Ende der Karriereleitern

Personal:

Von Priscilla Claman
18. April 2012

Es durch kontinuierliche Beförderungen bis ganz nach oben schaffen - vergessen Sie es! Das ist eine Vorstellung der Vergangenheit. Nach meinen Erfahrungen als Karriere-Beraterin gibt es in den meisten Unternehmen seit mindestens 15 Jahren keine solche klassischen Karriereleiter mehr. Sie sind ein Phänomen der 50er und 60erJahre. Damals traten Mitarbeiter mit 21 Jahren in ein Unternehmen ein, folgten den Regeln, wurden schrittweise befördert, und bekamen eine goldene Uhr bei der Pensionierung.

Mythos Karriereleiter: Die meisten Unternehmen versprechen immer noch traditionelle Laufbahnen
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Mythos Karriereleiter: Die meisten Unternehmen versprechen immer noch traditionelle Laufbahnen

Diese Zeiten sind lange vorbei. Die traditionelle Karriereleiter ist während der späten 80er und frühen 90er Jahre verschwunden. Damals reduzierten 85 Prozent der 1000 größten US-Unternehmen die Zahl ihrer Angestellten. Der Schrumpfungsprozess hat sich seitdem in den USA beschleunigt. Interessant ist: Die Jobs gingen nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Verwaltung verloren. Dazu gehörten auch Arbeitsplätze im Management. Als die Firmen schlanker wurden, verschwanden auch diese Führungspositionen - die meisten von ihnen wurden seitdem nicht neu geschaffen.

Ein Beispiel: In dieser Zeit stellte General Electric Ingenieure direkt von der Hochschule ein. Sie durchliefen dann ein Karriere-Programm, das auch Management-Kurse umfasste. Mit der Zeit gab es im Konzern immer mehr Manager. Jack Welch, von 1981 bis 2011 CEO, entließ daraufhin Tausende. Einige haben diesen Prozess als "Hierarchieabbau" bezeichnet. Da dieser Mittelbau an Managern nun fehlte, war die nächst höhere Position auf einmal mehrere Leitersprossen entfernt - und damit für viele außer Reichweite.

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Kommentare
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proffrans 11.05.2012

Bezahlung nach Leistung, Befoerderung nach Kompetenz
Vielen Dank für den Beitrag. Eine der Herausforderungen der heutigen Zeit besteht darin, um die Menschen und Kollegen nicht nur als eine Funktionsbeschreibung zu betrachten, sondern auch Auge fuer die Kapazitäten haben, die nicht in der Funktionsbeschreibung stehen, für Unternehmen jedoch sehr wertvoll sein können. Also die wahren Kapazitaeten jedes Einzelnen müssen entscheidend sein für die Karriere und nicht nur die in der Vergangenheit tatsächlich vollbrachten Leistungen. Die Kapazitäten sind zukunftsgerichtet, und die Leistungen im Gegenteil liegen in der Vergangenheit. In der Anlage finden Sie meinen Beitrag zu diesem Thema: http://www.fransvanderreep.com/2012/03/30/social-company-prinzipien-uber-gesch%d3%93fte-gesprochen/ Prof. Frans van der Reep Niederlande

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