Wenn der Kollege zum Feind wird

Selbstmanagement:

Von Amy Gallo
23. Februar 2012
Probleme mit Kollegen: Die richtigen Techniken können helfen.
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Probleme mit Kollegen: Die richtigen Techniken können helfen.

Mit jemandem zusammenzuarbeiten, den Sie nicht ausstehen können, ist wirklich kein Vergnügen. Es kann Sie von der Arbeit ablenken und kostet Kraft. Egal ob aufgeblasener Idiot, nerviger Nörgler oder ständiger Problem-Bär: Ein unausstehlicher Kollege kann Sie demotiveren und Ihre Leistungsfähigkeit reduzieren. Statt sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren, die Sie zusammen mit diesem Kollegen erledigen müssen, verschwenden Sie Zeit damit, Ihre Nerven im Griff zu behalten und das Verhalten der Person zu beeinflussen. Zum Glück können Sie mit den richtigen Techniken trotzdem eine produktive Arbeitsbeziehung zu Menschen aufbauen, die Sie nicht leiden können.

Was Experten raten

Haben Sie auch diesen einen Kollegen, den Sie nicht mögen? Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Der verhasste Kollege ist ein häufiges Phänomen. Robert Sutton, Professor für Management Science und Engineering an der Universität von Stanford, regelmäßiger Autor im Harvard Business Manager und Verfasser der Bücher "Der Chef-Faktor" und "Der Arschloch-Faktor", meint, dass dies ein Teil des Menschseins ist. "Es gibt immer andere Leute - mögen es Verwandte sein, andere Pendler, Nachbarn oder Kollegen - mit denen wir uns in die Haare bekommen können." Solche Menschen zu meiden ist generell eine erfolgreiche Taktik, aber auf der Arbeit nicht immer möglich. "Einige Leute sind immer da, ob Sie es mögen oder nicht", sagt Daniel Goleman, Co-Direktor der Arbeitsgemeinschaft "Research on Emotional Intelligence in Organizations" an der Rutgers Universität in Newark, New Jersey in den USA, und Autor des Buches "The Brain and Emotional Intelligence: New Insights". Wenn Sie das nächste Mal Ihren Kollegen im Büro mit Blicken durchbohren, sollten Sie den folgenden Rat beherzigen.

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Kommentare
3
Unregistriert 23.02.2012

Entspannungsübungen
Wenn der unausstehliche Kollege sich erst jetzt so verhält, weil er selbst als Vorgesetzter unter Druck steht, dann sind Entspannungsübungen ein langfristig unerträglicher Mehraufwand für einen selbst ! Besser - falls einigermaßen unkompliziert - ist es den Job bzw die Firma zu wechseln.

Unregistriert 24.02.2012

Wenn der Kollege zum Feind wird ...
Ein langes und schwieriges Thema und eigentlich Chefsache. Aber der Wechsel in eine andere Firma ist auch nicht nur angenehm. Man muss damit rechnen, dass man auch dort erst einmal die Dreckarbeit zu übernehmen hat, die sonst keiner machen will, und das unter den erschwerten Bedingungen des Neuanfangs. Insofern kann es auch helfen, die Belegschaftsvertretung einzuschalten, für was gibt es Sprecherausschüsse.

Unregistriert 11.03.2012

Ich habe seit ca. 1 Jahr eine unausstehliche Kollegin, bzw. ehemals Vorgesetzte. Anfeindungen ignorieren, auf Emails nicht antworten, trotzdem immer anständig guten Morgen sagen ist zwar eine anstrengende Variante, aber hilft ungemein, sich die Kollegin vom Leib zu halten. Der Versuch gemeinsam ein Projekt zu stämmen ist kläglich gescheitert und auch ein klärendes Gespräch ist ekaliert, das hat den Konflikt noch verhärtet und mein Bild über die Kollegin noch verschlimmert. Meine Strategie daher: Ignoranz!

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