Fünf Wege zum neuen Job

Karriere:

Von Priscilla Claman
31. August 2011

Die Suche nach einem neuen Job kann entmutigend und befremdlich sein, wenn nicht gar völlig demütigend. Sie können aus irgendeinem Grund abgelehnt werden, Dinge gefragt werden, die Sie eigentlich gar nicht beantworten können, oder nach Kriterien bewertet werden, die Sie nicht verstehen. Und nicht zu vergessen - Sie setzen Ihre Karriere und sogar Ihr Selbstverständnis aufs Spiel.

Ziel Karrieresprung: Sorgen Sie für neuen Schwung in Ihrem Arbeitsleben.
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Ziel Karrieresprung: Sorgen Sie für neuen Schwung in Ihrem Arbeitsleben.

Das mag der Grund sein, warum so viele Menschen damit zögern, auf den Jobmarkt zu gehen. Sogar wenn sie wissen, dass sie etwas tun sollten. Ich habe beispielsweise einen Manager aus dem Kundenservice als Mentorin betreut, der wusste, dass er seinen Posten aufgeben musste. Nach zwei Jahren ohne Gehaltserhöhung oder Beförderung, fühlte er sich minderwertig und gelangweilt. Er hatte zahlreiche Erklärungen für sein Zögern: Warum sollte er sich nach einem neuen Job umsehen, wenn seine letzte Jobsuche ein Albtraum war? Warum sollte er sich nach etwas Neuem umschauen, wenn allgemein bekannt war, dass Jobs in dieser Zeit rar sind? Und so verblieb er bei dem Unternehmen - und wurde bei der nächsten Restrukturierungsrunde entlassen.

Selbstverständlich will ich Ihnen nicht raten, sofort Ihren zu kündigen, sobald sich ein Gefühl der Langeweile einstellt. Aber es ist immer eine gute Idee, Ihre derzeitige Situation zu analysieren und nach Anzeichen zu suchen, ob sich nicht etwas Besseres für Sie finden ließe. Wenn Sie in einem schlechten Job festsitzen, können Symptome wie Langeweile, Klagen, Gefühle von Frust und Wut auftauchen. Oder Sie haben am Sonntagabend aus Furcht vor dem Montag ein schlechtes Gefühl in der Magengrube. Die Warnsignale Ihrer Organisation könnten folgende sein: Eine Entlassung nach der anderen, wiederholtes Outsourcing oder viele Wechsel im Management. In jedem Fall ist es Zeit zu handeln.

Sie müssen nicht gleich die Stelle wechseln, Sie können auch etwas an Ihrer Arbeit tun. Hier ein paar Vorschläge:

1. Seien Sie vorbereitet.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf aktuell ist und ganz deutlich Ihre Karriereinteressen zeigt. Er sollte darüber informieren, was Sie gerne tun und als nächstes lernen würden. Fangen Sie an, ernsthaft mit Ihren Kollegen über Ihre Interessen zu sprechen. Sie müssen gar nicht erwähnen, dass Sie auf Jobsuche sind. Einige werden Ihnen auch so dabei helfen, Ihre Karriereziele zu erreichen.

Die Autorin
Priscilla Claman ist Präsidentin von Career Strategies, eines Coaching-Unternehmens aus Boston, das sowohl individuelles Coaching als auch als Managementservice für Organisationen anbietet.
2. Ändern Sie etwas an Ihrer Beschäftigung.
Dieser Ansatz kann sie wieder motivieren, selbst wenn Sie Ihre derzeitige Situation gar nicht verlassen können. In Unternehmen gibt es nach Restrukturierungsmaßnahmen jede Menge zusätzlicher Arbeit. Melden Sie sich freiwillig, um etwas Neues zu übernehmen. Bieten Sie speziell Ihre Mitarbeit für abteilungsübergreifende Projekte an. So kommen Sie in Kontakt mit erfahreneren Kollegen. Wenn Sie erfolgreich sind, können Sie vielleicht Ihre bisherigen Aufgaben los werden. Fragen Sie nach Verantwortung, unabhängig davon, ob Sie dafür entlohnt werden. Wenn das Projekt Ihren Lebenslauf bereichert, kommt die Belohnung dafür eben später. Haben Sie jemals diesen Spruch gehört: "Sie müssen den Job haben, bevor er Ihnen gegeben wird"? Genauso läuft es ab.

3. Schauen Sie sich nach einem Job bei Ihrem Arbeitgeber um.
Das ist gewöhnlich einfacher als extern zu suchen. Schauen Sie sich mindestens einmal im Monat die Jobangebote Ihres Unternehmens auf der Website an. Wo entstehen neue Stellen? Sind dort Möglichkeiten für Sie vorhanden? Wenn Ihr Unternehmen derzeit entlässt, stellt es aber vielleicht in anderen Bereichen neue Leute an. Nehmen Sie Kontakt zu den Bereichen auf, die gerade suchen und bewerben Sie sich dort.

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